Allgemeines zu Bauarbeiten

Unter den Begriff der Bauarbeiten fallen alle Arbeiten zur Herstellung, Instandhaltung, Sanierung, Reparatur, Änderung und Beseitigung von baulichen Anlagen aller Art, einschließlich der hiefür erforderlichen Vorbereitungs- und Abschlussarbeiten.

Bauarbeiten sind insbesondere auch Zimmerer-, Dachdecker-, Glaser-, Maler-, Anstreicher-, Spengler-, Fliesenleger-, Estrich-, Isolierarbeiten, und Gerüstbauarbeiten, Stahlbauarbeiten, Gas-, Wasser-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroinstallationsarbeiten, Sprengarbeiten, Abbrucharbeiten sowie Fassadenreinigungsarbeiten und Rauchfangkehrerarbeiten. Als Bauarbeiten gelten auch Erdarbeiten, wie Aufschüttungen, Auf- und Abgrabungen sowie die Herstellung von künstlichen Hohlräumen unterhalb der Erdoberfläche.

Definition Baustellenbegriff, Abgrenzung von Bauarbeiten zu übrigen Tätigkeiten (PDF, 0,2 MB)

Allgemeines

Die Durchführung von Bauarbeiten zählt zu den gefährlichsten Arbeiten. Im Vergleich zu den in diesem Bereich beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern passieren die meisten Unfälle, insbesondere jene Unfälle mit schwereren oder sogar tödlichen Verletzungen. Dabei ist die Missachtung der Anbringung von Absturzsicherungen ein Hauptgrund.

Baustellenmeldungen

Bestimmte Bauarbeiten müssen an das zuständige Arbeitsinspektorat gemeldet werden. Zum Zweck der Kontrolle von Baustellen ist die Meldung auch an die Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse zu übermitteln.

Baustellendatenbank

Ab 1. Jänner 2019 müssen Meldungen im Zusammenhang mit Baustellen elektronisch mittels Webanwendung an die

Baustellendatenbank

erfolgen.

Für Baustellenmeldungen und Vorankündigungen besteht nicht nur die Meldeverpflichtung an das zuständige Arbeitsinspektorat, sondern auch an die Bauarbeiter- Urlaubs- und Abfertigungskasse. Mit der elektronischen Meldung wird die Meldepflicht an beide Stellen erfüllt.

Aufsichtsperson

Bauarbeiten dürfen nur unter Aufsicht einer geeigneten Aufsichtsperson, mit der erforderlichen Sorgfalt und nach fachmännischen Grundsätzen durchgeführt werden. Jede Arbeitgeberin bzw. jeder Arbeitgeber hat für seine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer  eine derartige Aufsichtsperson zu bestellen. Somit haben die beschäftigten Arbeitnehmerinnnen und Arbeitnehmer jeweils eine zuständige Vorgesetzte bzw einen zuständigen Vorgesetzten vor Ort, der bzw die, für die Sicherheit bei der Arbeit zu sorgen haben.

§ 4 BauV

Eignung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, von denen der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber bekannt ist, dass sie an körperlichen Schwächen oder Gebrechen in einem Maße leiden, dass sie dadurch bei bestimmten Arbeiten einer besonderen Gefahr ausgesetzt wären oder andere gefährden könnten, dürfen mit Arbeiten dieser Art nicht beschäftigt werden.

§ 5 BauV

Letzte Änderung am: 06.03.2020