Gesundheitsüberwachung

Die Verordnung über die Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz (VGÜ 2014) wurde mit BGBl. II Nr. 26/2014 vom 18.2.2014 verlautbart. Die Verordnung trat mit 1.3.2014 in Kraft.

Mit der Kurz-Novelle BGBl. II Nr. 253/2017 vom 19.9.2017 wurde die gesetzliche Basis für die geplante elektronische Übermittlung der Befunde geschaffen. Gleichzeitig wurde der Titel der Verordnung auf VGÜ 2017 geändert.

Informationen zu den Intervallen der ärztlichen Untersuchungen befinden sich in Anlage 1.

Die Richtlinien zur Durchführung der ärztlichen Untersuchungen sind in Anlage 2 zusammengefasst.

Eignungs- und Folgeuntersuchungen

In folgenden Fällen dürfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nur nach Durchführung von Eignungsuntersuchungen (vor Aufnahme der Tätigkeit) und Folgeuntersuchungen (regelmäßig bei Fortdauer der Tätigkeit) beschäftigt werden (§ 49 ASchG, § 2 und § 3 VGÜ):

  • bei Gefahr einer Berufskrankheit und wenn einer arbeitsmedizinischen Untersuchung im Hinblick auf die spezifische Tätigkeit oder Einwirkung (z.B. Blei, Benzol, Toluol) vorbeugende Bedeutung zukommt
  • bei häufiger und länger andauernder Verwendung von Atemschutzgeräten (Filter- oder Behältergeräte)
  • im Rahmen von Gasrettungsdiensten
  • bei Einwirkung von den Organismus besonders belastender Hitze
  • bei Tätigkeiten in Räumen, in denen die Sauerstoffkonzentration zum Zweck der Brandvermeidung herabgesetzt ist

Informationen zu der Anzahl der durchgeführten Untersuchungen und eine Beschreibung der Ergebnisse finden Sie in den jährlichen Tätigkeitsberichten der Arbeitsinspektion.

Informationen zu VGÜ-Untersuchungen und Covid-19-Pandemie finden Sie hier.

Ermittlung und Beurteilung einer Untersuchungspflicht

Die für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestehenden Gefahren sind zu ermitteln und zu beurteilen. Dazu zählen auch die Ermittlung und Beurteilung von Gefahren bei Verwendung bzw. Einwirkung von Arbeitsstoffen. Sämtliche Maßnahmen zur Gefahrenverhütung sind schriftlich festzuhalten (§ 4 und § 5 ASchG).

Ermittlung und Beurteilung einer Untersuchungspflicht für Eignungs- und Folgeuntersuchungen (PDF, 0,2 MB)

Kosten der Untersuchungen

Die Kosten von Eignungs- und Folgeuntersuchungen sowie wiederkehrenden Untersuchungen der Hörfähigkeit haben die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu tragen; ebenso von sonstigen besonderen Untersuchungen, soweit sie nicht auf Kosten eines Versicherungsträgers erfolgen (§ 57 ASchG).

Für Tätigkeiten oder Einwirkungen, die eine Berufskrankheit verursachen können, haben Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gegenüber dem zuständigen Träger der Unfallversicherung einen Anspruch auf Ersatz der Kosten.

Letzte Änderung am: 02.06.2020