Schwerpunkte der Arbeitsinspektion 2026
Um möglichst wirkungsvoll vorzugehen, setzt die Arbeitsinspektion auch 2026 wieder Schwerpunkte in ihren Kontroll- und Beratungstätigkeiten. Hier ein Überblick.
Green Jobs
Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten Green Jobs, etwa in den Bereichen Recycling, erneuerbare Energien und Speichersysteme. Diese Tätigkeiten sind für die ökologische Transformation zentral und werden immer relevanter. Gleichzeitig gehen sie häufig mit neuen und erhöhten Arbeitsschutzrisiken einher, etwa durch innovative Technologien, komplexe Maschinen oder Gefahren im innerbetrieblichen Verkehr.
Der ökologische Umbau der Wirtschaft ist ein zentrales Anliegen, da sich Klimaschutz sehr positiv auf die Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten auswirkt. Es ist aber auch wichtig, Gefahren für die Beschäftigten beim Umbau zu berücksichtigen und zu minimieren.
Tätigkeiten, die mit der Verwendung gefährlicher Arbeitsstoffe (z.B. CO aus Pellets), biologischer Arbeitsstoffe (z.B. Schimmel bei Abfällen), dem Einsatz von Arbeitsmitteln (z.B. Pressen und Stapler), mit Lärm, Arbeiten im Freien oder Explosionsgefahren (z.B. bei Wasserstoff und Holzstaub) einhergehen, werden besonders fokussiert.
Hausbetreuung und Reinigung
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Branchen Hausbetreuung und Reinigung. Körperlich belastende Tätigkeiten, Arbeiten im Freien bei Hitze, Kälte oder Nässe, der Umgang mit Reinigungsmitteln sowie Zeitdruck und häufig wechselnde Einsatzorte stellen besondere Herausforderungen dar.
Im Rahmen des Schwerpunkts sollen diese Branchen strukturiert sensibilisiert, beraten und überprüft werden mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Der Schwerpunkt in der Reinigungsbranche ist außerdem Teil des Projekts der österreichischen ArbeitnehmerInnenschutzstrategie „Saubere Sache: Mit Sicherheit und Gesundheit Reinigungsarbeit gestalten“.
Arbeitszeit und Arbeitsruhe
Im Rahmen der Fokustage 2026 stehen zudem die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu Arbeitszeit und Arbeitsruhe im Mittelpunkt. An vier bundesweiten Aktionstagen wird die Arbeitsinspektion hier verstärkt kontrollieren und beraten. Regelmäßig festgestellte Übertretungen – insbesondere im Bau- und Baunebengewerbe, in der Gastronomie, im Handel sowie in Freizeiteinrichtungen – zeigen, dass hier weiterhin Handlungsbedarf besteht.
Außerdem wird ganzjährig eine Beratungsoffensive zu Arbeitszeiten, Ruhepausen, Ruhezeiten oder Regelungen zu besonders schutzbedürftigen Personengruppen wie Jugendlichen oder Schwangeren durchgeführt. Ziel ist, das Wissen der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie der Beschäftigten zu den geltenden Regelungen im Verwendungsschutz zu stärken.
Letzte Änderung am: 19.02.2026