Internationale Arbeitsorganisation (IAO) - Recht auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen als grundlegendes Recht bei der Arbeit festgelegt

ILO


Im Rahmen der Internationalen Arbeitskonferenz 2022 einigten sich die 187 Mitgliedstaaten und die Sozialpartnerorganisationen darauf, Arbeitsschutz weltweit einen höheren Stellenwert zu geben.

Das Recht auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen wird in die Erklärung von 1998 über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit aufgenommen. Es steht somit gleichrangig neben der Vereinigungsfreiheit und dem Recht auf Kollektivvertragsverhandlungen, der Bekämpfung der Zwangsarbeit, dem Ziel der Abschaffung der Kinderarbeit und dem Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf.

Als Folge sind alle Mitgliedstaaten verpflichtet, das Recht auf Arbeitnehmerschutz zu respektieren und zu fördern, unabhängig davon, ob sie die entsprechenden Internationalen Übereinkommen der IAO ratifiziert haben. 

Österreich hat sich seit vielen Jahren für die Aufnahme des Arbeitnehmerschutzes als fünftes Grundprinzip bei der Arbeit eingesetzt. Sie stellt einen wichtigen Schritt zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dar. 

 

Letzte Änderung am: 15.06.2022