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EU Konferenz: Kampf gegen arbeitsbedingten Krebs 24-25.9.2018

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Über 100.000 Menschen sterben in Europa jährlich an arbeitsbedingten Krebserkrankungen davon in Österreich mehr als 1.800. Diese erschreckenden Zahlen müssen langfristig verringert werden. Aus diesem Grund fand im Rahmen der österreichischen Ratspräsidentschaft von 24. bis 25. September 2018 in Wien die hochrangig besetzte internationale Konferenz „Kampf gegen arbeitsbedingten Krebs“ statt.

Diese Veranstaltung, die aus Mitteln der Europäischen Union kofinanziert wurde, leistete einen Beitrag dazu, das Bewusstsein für die Gefährdung durch krebserzeugende Arbeitsstoffe zu schärfen und Maßnahmen zur Bekämpfung zu diskutieren.

Im Vergleich zu den 1.800 Sterbefällen durch arbeitsbedingten Krebs sind im Jahr 2017 im österreichischen Straßenverkehr 413 Menschen tödlich verunfallt. Das heißt, dass in Österreich mehr als viermal so viele Menschen an arbeitsbedingten Krebserkrankungen sterben als durch einen Verkehrsunfall. Ziel ist es daher, die Zahl dieser arbeitsbedingten Krebserkrankungen langfristig zu senken und Neuerkrankungen zu verhindern.

Verstärkte Aufklärung Gebot der Stunde

Eine große Herausforderung für Österreich und für ganz Europa stellt der Umstand dar, dass den Menschen in der Arbeitswelt gar nicht bewusst ist, welchen Gefahren sie am Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Aber erst dieses Wissen ermöglicht es, entsprechende Schutzmaßnahmen treffen zu können. „Als zuständige Bundesministerin erfüllt es mich mit großer Zufriedenheit, dass die österreichische Arbeitsinspektion in einem groß angelegten Projekt Betriebe aufklärt, praxisnahe Handlungshilfen vorstellt und bei der Umsetzung sinnvoller Maßnahmen berät“, hob Bundesministerin Beate Hartinger-Klein die Bedeutung von präventiver Aufklärung hervor.

Die Konferenz „Kampf gegen arbeitsbedingten Krebs“ reiht sich in einen Rahmen von Aktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene ein. Diese Aktivitäten reichen von der Festlegung neuer Grenzwerte für krebserzeugende Stoffe über gemeinsame Kampagnen bis hin zum Austausch guter praktischer Beispiele. Es werden Brücken geschlagen von der aktuellen Forschung über das Gefährdungspotential krebserzeugender Arbeitsstoffe zu einer angepassten Gesetzgebung darüber, wie damit umzugehen ist. Wesentlich ist es auch das bereits vorhandene Wissen in der betrieblichen Praxis umzusetzen. Ein hervorragendes Beispiel für eine EU-weite Initiative ist die Europäische Kampagne 2018-2019 „Gesunde Arbeitsplätze – Gefährliche Arbeitsstoffe erkennen und handhaben“, die von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) ins Leben gerufen wurde und in allen Mitgliedstaaten durchgeführt wird.

Roadmap “Karzinogene: Von Amsterdam nach Wien 2016-2018”

Eine weitere wichtige Initiative wurde 2016 in den Niederlanden mit der Unterzeichnung der Roadmap “Karzinogene: Von Amsterdam nach Wien” ins Leben gerufen.

Dieses freiwillige Aktionsprogramm zur Bekämpfung arbeitsbedingter Krebserkrankungen soll für die Gefährdungen durch Karzinogene am Arbeitsplatz sensibilisieren und den Austausch von guten praktischen Lösungen anregen. „Ich bin stolz, dass es gelungen ist, die Roadmap auch über Wien hinaus weiterzuführen und in einem symbolischen Akt an Finnland zu übergeben. Diese Übergabe stellt für mich einen Höhepunkt dieser Konferenz dar“, so Bundesministerin Beate Hartinger-Klein abschließend zur zeitlichen Verlängerung der Roadmap bis zum finnischen Ratsvorsitz (2. Halbjahr 2019).

 

Bild zeigt wie FBM Hartinger-Klein auf der Bühne eine Urkunde an den finnischen Delegierten übergibt. Andere Stakeholder auf der Bühne klatschen.

Frau Bundesminister Hartinger-Klein bei der Übergabe der Roadmap an den finnischen Generaldirektor Raimo Antila

© Andy Wenzel/BKA

 Bild zeigt 3 Männer und 3 Frauen auf der Bühne sitzend und diskutierend.

Roundtable mit Stakeholdern

© Arbeitsinspektion

 

 

 

Letzte Änderung am: 26.09.2018

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