Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 - Beschreibung

Detailed information on the Occupational Safety and Health Strategy English version

Struktur und Ablauf

Die Arbeitsschutzstrategie steht inhaltlich und strukturell auf breiter Basis (siehe "Themenfelder und Projekte" und "mitarbeitende Institutionen").
Sie fördert für Beteiligte bzw. ermöglicht Beteiligten die Bildung von Netzwerken und Kooperationen, den Austausch von Fachwissen und Information sowie den gezielten Einsatz ihrer Stärken.
Durch diese Bündelung ist eine effektive und effiziente Umsetzung der Kernelemente und Ziele der Arbeitsschutzstrategie gewährleistet, wobei eine Optimierung der zeitlichen und personellen Ressourcen gegeben ist.

Der Arbeitnehmerschutzbeirat (§ 91 ASchG) entscheidet über die Besetzung des Fachausschusses "Arbeitsschutzstrategie" und über Vorschläge des Fachausschusses oder der Arbeitsgruppen. Dies gilt auch für die Evaluierungsphase.

Der Fachausschuss "Arbeitsschutzstrategie" arbeitet auf Basis geltenden Rechtes. Er bereitet Vorschläge für den Arbeitnehmerschutzbeirat vor. Diese betreffen:

  • Themenfelder der Arbeitsschutzstrategie mit einzelnen Projekten
  • Arbeitsgruppenleitungen und Arbeitsgruppen
  • Kriterien für die Evaluierung und Messung der Zielerreichung.

Die fünf Arbeitsgruppen arbeiten Vorschläge für einzelne Projekte in den Themenfeldern aus:

  • Projektbeschreibung mit Zielen, Abläufen und Indikatoren für die Messbarkeit der Zielerreichung
  • Prioritätsreihung der Projekte
  • Festlegung der federführenden und mitarbeitenden Institutionen bei Projekten.

Übersicht: Arbeitsschutzstrategie - Struktur und Ablauf

Kernelemente, Ziele und Umsetzung

Kernelemente der Arbeitsschutzstrategie

  • Verbesserung und Anpassung des Arbeitsschutzrechtes
  • ordnungsgemäße Anwendung und Durchsetzung der Arbeitsschutzvorschriften
  • Einbeziehung des Arbeitsschutzes in die Ausbildungssysteme (Schulen, Fachhochschulen, Universitäten)
  • Verbesserung der Qualität von und des Zuganges zu Präventivdiensten
  • Unterstützung von Kleinbetrieben durch leicht verständliche Information und praktische Leitfäden.
    Ziele der Arbeitsschutzstrategie

Ziele der Arbeitsschutzstrategie

Grundsätzliches Ziel der Arbeitsschutzstrategie ist, Sicherheit und Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen nachhaltig zu verbessern. Um dies zu gewährleisten wurden in einer gemeinsamen Resolution von Ministerien, Sozialpartnern, Interessenvertretungen und Trägern aller Unfallversicherungen folgende Hauptstoßrichtungen vereinbart:

  • Einbindung von und Vernetzung mit allen Akteurinnen und Akteuren im Bereich Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Reduktion von Arbeitsunfällen, arbeitsbedingten Erkrankungen und Berufskrankheiten
  • Verbesserung der Gefahrenevaluierung und der Betreuung durch Fachleute der Prävention
  • Stärkung von Bewusstsein und Bildung für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Zusammenfassung: Gemeinsame Resolution zur Arbeitsschutzstrategie

Umsetzung der Arbeitsschutzstrategie

  • Berücksichtigung von demographischem Wandel und neuen Beschäftigungstrends (Selbstständige, MigrantInnen etc.)
  • Verbesserung der Gesundheitsüberwachung sowie Rehabilitation und Reintegration von ArbeitnehmerInnen
  • Kohärenz der Arbeitsschutz-Gesundheitspolitik und der Beschäftigungspolitik
  • Ausbildung im Arbeitsschutz
  • Verbreitung guter Praktiken
  • Ausarbeitung und Verbreitung von Leitfäden und einfachen Handwerkzeugen (Tools)
  • Zugang zu qualifizierten Präventivfachkräften
  • ökonomische Anreize im Arbeitsschutz
  • messbare Ziele zur Reduzierung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, insbesondere in Hochrisikosektoren
  • effektive Durchsetzung des Arbeitsschutzes durch die Aufsichtsbehörden

Zusammenfassung: Arbeitsschutzstrategie - Kernelemente, Ziele und Umsetzung

Evaluierung des Fortschritts

Die Evaluierung der Umsetzung der Arbeitsschutzstrategie erfolgt durch Fortschrittsprüfung. Dabei wird die Zielerreichung durch Bewertung, Messung oder Beurteilung überprüft (IST = SOLL?). Die Evaluierung erfolgt auf Basis von Standards, quantitativen oder qualitativen Indikatoren sowie statistischen, strukturellen oder systematischen Daten. Allgemein berücksichtigt sind:

Weitere Informationen, die für die Arbeitsschutzstrategie relevant sind

  • Informationen der EU-Agentur zu GEM, Jugendlichen, neuen Risken, Stress, Hochrisikobereichen, wie Baustellen, Arbeitsschutzmanagement, Arbeitsschutzkampagnen, Good Practice usf.: EU-FACTS
  • Fehlerkultur - Meldung von Beinaheunfällen und unsicheren Zuständen: Near-Miss
  • Aus- und Weiterbildung - Anforderungen an AusbildnerInnen und TrainerInnen im Arbeitsschutz: ENETOSH
Letzte Änderung am: 15.07.2016