Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Mutterschutzevaluierung

Alle Frauenarbeitsplätze müssen von den ArbeitgeberInnen überprüft werden, ob an diesen Arbeitsplätzen Gefahren für die Schwangere oder die stillende Mutter bestehen, wenn sie dort weiter arbeitet.
Wenn das der Fall ist, sind von den ArbeitgeberInnen Schutzmaßnahmen vorzusehen. Diese Maßnahmen müssen in der Mutterschutzevaluierung dokumentiert werden.

Welche Fragen werden in der Mutterschutzevaluierung behandelt?

  • Welche Belastungen und Einwirkungen sind vorhanden?
  • Wie groß sind diese Belastungen und Einwirkungen?
  • Wie lange ist die Frau diesen Belastungen und Einwirkungen ausgesetzt?


Diese Belastungen und Einwirkungen sind im Besonderen:

  • Stöße, Erschütterungen oder Bewegungen
  • Bewegen schwerer Lasten von Hand, gefahrenträchtig besonders für Rücken- und Lendenwirbelbereich
  • Lärm
  • ionisierende und nicht ionisierende Strahlungen
  • extreme Hitze und Kälte
  • Bewegungen und Körperhaltungen wie z.B. Strecken und Beugen
  • geistige und körperliche Ermüdung
  • mit der Arbeit verbundene körperliche Belastungen
  • biologische Arbeitsstoffe
  • gesundheitsgefährdende Arbeitsstoffe bei denen eine Schädigung der Mutter oder des werdenden Kindes nicht ausgeschlossen werden kann

§ 2a Mutterschutzgesetz

Welche Möglichkeiten bestehen, um die werdende oder stillende Mutter zu schützen?

  • Änderungen oder Verbesserungen am Arbeitsplatz
    z.B. Anschaffung einer Hebehilfe oder Austausch von Arbeitsstoffen
  • Wechsel des Arbeitsplatzes
  • Freistellung durch den/die ArbeitgeberIn
    Gibt es im Betrieb keinen geeigneten Arbeitsplatz, darf die werdende oder stillende Mutter nicht beschäftigt werden. Die Entlohnung trägt in diesem Fall weiterhin der/die ArbeitgeberIn.

§ 2b Mutterschutzgesetz

 

Letzte Änderung am: 29.04.2016