Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Auftrittsgenehmigung von Kindern

Die Beschäftigung von Kindern bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres bei Musikaufführungen, Theatervorstellungen, bei sonstigen Aufführungen und bei Foto-, Film-, Fernseh- und Tonaufnahmen bedarf einer Bewilligung.

Die Bewilligung darf nur erteilt werden, wenn

  • ein besonderes Interesse der Kunst, der Wissenschaft oder des Unterrichts vorliegt oder es sich um Werbeaufnahmen handelt und
  • die Gesundheit, die körperliche und geistige Entwicklung und die Sittlichkeit nicht gefährdet werden und keine Nachteile für den Schulbesuch eintreten.

Die Beschäftigung von Kindern in Varietes, Kabaretts, Bars, Sexshops, Tanzlokalen, Diskotheken und ähnlichen Betrieben darf nicht bewilligt werden.

Weitere Voraussetzungen:

  • Die schriftliche Zustimmung der gesetzlichen Vertreter der Kinder
  • Eine Untersuchung durch eine Amtsärztin/einen Amtsarzt oder durch eine/n AllgemeinmedizinerIn oder durch einen Facharzt/eine Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde bei erwerbsmäßigen Veranstaltungen; bei Film- und Fernsehaufnahmen oder vergleichbaren Aufnahmen ein Gutachten eines Facharztes/einer Fachärztin für Augenheilkunde
  • Eventuelle weitere Unterlagen müssen bei der Bewilligungsbehörde erfragt werden.

Der Antrag muss zeitgerecht gestellt werden, damit vor allem die ärztliche Untersuchung rechtzeitig durchgeführt werden kann – darüber sollten die Eltern schon vor Antragstellung informiert werden.

Die Beschäftigung von Kindern bei Musikaufführungen, Theatervorstellungen und sonstigen Aufführungen, die von der Schule oder einer Schulbehörde veranstaltet werden, benötigt keine Bewilligung. In diesen Fällen ist die schriftliche Zustimmung des gesetzlichen Vertreters des Kindes erforderlich.

Zuständige Stellen

Der Antrag ist an das jeweilige Amt der Landesregierung zu richten.

Bei erwerbsmäßige Aufführungen ist das zuständige Arbeitsinspektorat als Partei im Verfahren zu beteiligen.

Rahmenbedingungen (§ 7 KJBG)

Kinder dürfen nur insoweit beschäftigt werden, als sie dadurch in ihrer Gesundheit, in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung oder in der Sittlichkeit nicht gefährdet, im Besuch der Schule und in der Möglichkeit, dem Schulunterricht zu folgen, nicht behindert und in der Erfüllung ihrer religiösen Pflichten nicht beeinträchtigt werden.

  1. Kinder dürfen nur in der Zeit zwischen acht und 23 Uhr und nicht vor dem Vormittagsunterricht beschäftigt werden; in diesen Grenzen muss auch die für den Weg zur und von der Arbeitsstätte aufzuwendende Zeit liegen.
  2. Nach dem Vormittagsunterricht ist eine mindestens zweistündige, nach dem Nachmittagsunterricht eine mindestens einstündige ununterbrochene arbeitsfreie Zeit zu gewähren; in diese Freizeiten sind die Zeiten, die zur Zurücklegung des Weges zur und von der Schule erforderlich sind, nicht einzurechnen.
  3. Die Beschäftigung von Kindern während der Schulferien ist zulässig, wenn durch die Bewilligung sichergestellt ist, dass die Kinder höchstens während eines Drittels der Schulferien und nur im unbedingt erforderlichen Ausmaß beschäftigt werden, die Aufführungen oder Foto-, Film, Fernseh- und Tonaufnahmen von besonderem kulturellem oder volksbildnerischem Wert sind und nicht außerhalb der Schulferien durchgeführt werden können. Im Falle von Auslandstourneen kann in begründeten Fällen von der Beschränkung der Beschäftigung auf ein Drittel der Schulferien abgesehen werden.
  4. Die Bewilligung darf nur erteilt werden, wenn der Veranstalter einen guten Leumund aufweist und von der Gemeinde, in der die Aufführung oder Aufnahme stattfindet, eine Unbedenklichkeitserklärung vorliegt.
Letzte Änderung am: 31.10.2017