Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Fahrzeuge zum Heben und Transport von Lasten

Schutzmaßnahmen

Die Tragfähigkeit, erforderlichenfalls für verschiedene Lastschwerpunktsabstände bzw. verschiedenen Hubhöhen von Lasten, muss deutlich sichtbar angeschrieben sein (Lastdiagramm).

Bei kraftbetriebenen Hubvorrichtungen (z.B. bei Hubstaplern) muss die oberste und unterste Stellung der Hubvorrichtung begrenzt sein.

Der Lenkerplatz muss erforderlichenfalls gegen herabfallende Güter gesichert sein (Dach- oder Fahrerkabine).
Erdbaumaschinen und Förderzeuge müssen mit Aufbauten ausgerüstet sein, die den/die FahrerIn vor herabfallenden Gegenständen schützen.

Bagger und Radlader zum Heben von Einzellasten

Die Verwendung von Baggern und Radladern ist grundsätzlich zulässig, wenn diese von den Herstellern oder Inverkehrbringern dafür vorgesehen sind (CE-Zeichen, Angaben in der Betriebsanleitung).

Wenn das Heben von Einzellasten nicht vorgesehen, ist vor der erstmaligen Verwendung eine Abnahmeprüfung gemäß § 7 Abs. 1 Z 14 AM-VO durchzuführen. Diese Bagger und Radlader zum Heben von Einzellasten müssen für das Heben von Einzellasten mindestens mit folgenden Einrichtungen ausgestattet sein:

  • Schutzeinrichtung gegen unbeabsichtigtes Zurücklaufen der Last, wie Leitungsbruchsicherungen, Rückschlagventile oder eine Dimensionierung der Schläuche mit hoher Sicherheit gegen Platzen
  • Einrichtungen gegen die Gefahr von unkontrollierten Bewegungen der Last beim Hebevorgang
  • zur Gewährleistung der Standsicherheit Schutzeinrichtungen zur Begrenzung des Lastmoments oder Warneinrichtung vor Überschreiten des zulässigen Lastmoments
  • Sicherheitslasthaken oder vergleichbare Anschlagpunkte zum Anschlagen der Lasten

§ 53 AM-VO

Spezialthema: Flurförderzeuge angetrieben mit Verbrennungsmotoren

Flurförderzeuge, deren Verbrennungsmotor eindeutig krebserzeugende Abgasbestandteile emittiert (v.a. Dieselmotore), dürfen nur dann verwendet werden, wenn ein gleichwertiges Arbeitsergebnis mit Flurförderzeugen ohne eindeutig krebserzeugende Abgasbestandteile nicht erreicht werden kann. D.h. die Verwendung von Flurförderzeugen mit eindeutig krebserzeugenden Abgasbestandteilen möglich, wenn als Stand der Technik eine der folgenden Voraussetzungen zutrifft:

  • Erforderliche Tragkraft mehr als 6 Tonnen, oder
  • Häufig Höhenunterschiede mit mehr als 1 m oder
  • Durchschnittliche Wegstrecke mehr als 100 m pro Transportvorgang oder
  • Große Batteriebeanspruchung durch - lange Stillstandszeiten oder - erhebliche Vibrationen oder - Wärmeeinwirkung (z.B. in Gießereien und Schmieden) oder
  • Verwendung von Anbaugeräten mit einem hohen Energieverbrauch (z.B. Ballengreifer)

Für diese Geräte sind Partikelfiltersysteme vorzusehen. Anforderungen an den Abscheidegrad dieser Systeme und Wartungsmaßnahmen enthält der Erlass Motorkraftbetriebene Flurförderzeuge in geschlossenen Räumen (Hallen).

In diesem Erlass werden auch andere Typen von Verbrennungsmotoren und die Anforderungen an diese beschrieben. Eine Zusammenfassung und Lösungsstrategien enthält das Informationsblatt - Motokraftbetriebene Flurförderzeuge in geschlossenen Räumen (Hallen).

Fragen und Antworten zu diesem Thema enthält die Anlage zum Erlass: Motorkraftbetriebene Flurförderzeuge in geschlossenen Räumen.

Letzte Änderung am: 10.02.2017

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