Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Gestaltung von Schutzeinrichtungen

Gefahrenstellen an Arbeitsmitteln müssen durch Schutzeinrichtungen gesichert sein.

Diese Schutzeinrichtungen

  • müssen stabil gebaut sein
  • dürfen keine zusätzlichen Gefahren verursachen
  • dürfen nicht auf einfache Weise umgangen oder unwirksam gemacht werden können
  • dürfen Beobachtungs- und Überwachungsvorgänge wie z.B. von Arbeitsvorgängen nicht mehr als notwendig einschränken und
  • dürfen die für den Einbau oder Austausch von Teilen sowie für Rüst- oder Wartungsarbeiten erforderlichen Eingriffe möglichst ohne Demontage der Schutzeinrichtungen zulassen, wobei der Zugang auf den für die Arbeit notwendigen Bereich beschränkt sein muss.

Bei der Sicherung von Gefahrenstellen müssen die auf den Menschen bezogenen Sicherheitsabstände berücksichtigt sein.

Offenbare Schutzeinrichtungen

Wenn Schutzeinrichtungen öffenbar ausgeführt werden (z.B. Schutztüren), müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Sie dürfen sich nur öffnen lassen, wenn das Arbeitsmittel stillsteht, oder wenn es beim Bewegen dieser Schutzeinrichtung selbsttätig stillgesetzt wird.
  • Ein Nachlauf der Maschine muss berücksichtigt werden.
  • Verriegelungen müssen so gestaltet und angeordnet sein, dass sie nicht leicht unwirksam gemacht werden können.
  • Das Ingangsetzen darf nur möglich sein, wenn die Schutzeinrichtung wieder geschlossen ist.

§ 43 AM-VO

Letzte Änderung am: 15.07.2016