Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Ein- und Ausschaltvorrichtungen, Steuerungen

Ein- und Ausschaltvorrichtungen

Für "alte" Arbeitsmittel ohne CE-Zeichen gelten die folgenden Anforderungen:

Arbeitsmittel müssen sicher wirkende Vorrichtungen zum Ein- und Ausschalten aufweisen.

  • Die Schaltstellungen „Ein" bzw. „Aus" müssen gekennzeichnet sein.
  • Wenn nicht erkennbar ist, ob das Arbeitsmittel in Betrieb ist und dadurch Gefahren für die ArbeitnehmerInnen entstehen können, müssen Einrichtungen, wie Kontrolllampen, vorhanden sein, die den Schaltzustand anzeigen.
  • Ein- und Ausschaltvorrichtungen müssen so angeordnet und gestaltet sein, dass ein unbeabsichtigtes Betätigen vermieden ist.
  • Wenn beim Einschalten eines größeren, unübersichtlichen oder programmgesteuerten Arbeitsmittels eine Gefahr für Sicherheit und Gesundheit von ArbeitnehmerInnen entstehen kann, ist eine optische oder akustische Warneinrichtung vorzusehen, um vor dem Anlauf des Arbeitsmittels zu warnen.

§ 45 AM-VO

Not-Halt-Befehlsgeräte

 Für "alte" Arbeitsmittel ohne CE-Zeichen gelten die folgenden Anforderungen:

Arbeitsmittel müssen gegebenenfalls entsprechend der von ihnen ausgehenden Gefährdung der ArbeitnehmerInnen und der normalerweise erforderlichen Stillsetzungszeit mit einem Not-Halt-Befehlsgerät (zB Not-Halt-Taster oder Reißleine) versehen sein.

Not-Halt-Befehlsgeräte müssen leicht, schnell und gefahrlos von jedem Bedienungsplatz der Maschine aus betätigt werden können. Sie müssen sich von anderen Schaltvorrichtungen deutlich unterscheiden.

Not-Aus-Taster müssen:

  • selbsthaltend
  • auffallend rot (gelb unterlegt) gekennzeichnet und
  • leicht, schnell und gefahrlos betätigt werden können.

Durch Entriegeln oder Zurückführen von Not-Halt-Befehlsgeräten in die Ausgangsstellung darf nicht ein Anlaufen des Arbeitsmittels erfolgen.

Das Wiedereinschalten darf erst nach Entriegeln der betätigten Not-Halt-Befehlsgeräte möglich sein.

§ 46 AM-VO

Steuerungen

Für "alte" Arbeitsmittel ohne CE-Zeichen gelten die folgenden Anforderungen:

  • Die Stromkreise müssen so isoliert sein, dass Fehlerströme keine Gefahr bringenden Bewegungen auslösen.
  • Automatische Arbeitsgänge dürfen nicht gleichzeitig oder in falscher Reihenfolge ablaufen können (auch im Fehlerfall).
  • Das Wiedereinschalten von Überlastsicherungen darf das Arbeitsmittel nicht selbsttätig ingangsetzen (außer wenn keine Gefahr damit verbunden ist).
  • Im Fall von Störungen (zB durch Erschütterungen, Schwankungen in der Energiezufuhr, Ausfall der Energie oder Wiederkehr der Energie nach Störungen) dürfen Schutzmaßnahmen nicht unwirksam werden und
    auch sonst keine Gefahren für Sicherheit und Gesundheit von ArbeitnehmerInnen entstehen (zB durch in Gang setzen von Bewegungen, Herabfallen von festgehaltenen Gegenständen, Lockern von Spannvorrichtungen).

§ 42 AM-VO

Letzte Änderung am: 05.02.2016