Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Aufstellung von Arbeitsmitteln

ArbeitnehmerInnen müssen für die Benutzung des Arbeitsmittels sicheren Zugang zu allen hierfür erforderlichen Stellen haben. An diesen Stellen muss ein gefahrloser Aufenthalt möglich sein.

In diesem Zusammenhang ist es wesentlich, dass die ArbeitnehmerInnen durch bewegte Teile des Arbeitsmittels selbst oder durch bewegte Teile anderer Arbeitsmittel in ihrer Umgebung nicht gefährdet werden.Soweit nicht bereits in der Betriebsanleitung entsprechende Mindestabstände zwischen beweglichen Bauteilen von Arbeitsmitteln und festen oder beweglichen Bauteilen in ihrer Umgebung vorgesehen sind, können Sicherheitsabstände entsprechend ÖNORM EN 349 herangezogen werden:

  • für den Körper 500 mm
  • für den Kopf 300 mm
  • für das Bein (Oberschenkel) 180 mm
  • für den Fuß (Rist) 120 mm
  • für die Zehen 50 mm
  • für den Arm (Oberarm) 120 mm
  • für die Hand (Handgelenk, Faust) 100 mm
  • für die Finger 25 mm.

Bei der Aufstellung von Arbeitsmitteln ist weiters zu beachten, dass alle verwendeten und erzeugten Energien (z.B. elektrischer Strom, Strahlung etc.) und Stoffe (Dampf, Druckluft, Aerosole, Stäube, Späne etc.) müssen sicher zugeführt und wieder entfernt werden können (z.B. durch Absaugungen).

Der Aufstellungsort eines Arbeitsmittels muss ausreichend tragfähig sein. Es kann somit beispielsweise erforderlich sein, einen Festigkeitsnachweis einer Decke zu erbringen.

Arbeitsmittel sind erforderlichenfalls sicher zu verankern.

Die Arbeits- und Wartungsbereiche sind entsprechend der dort zu erfüllenden Aufgaben ausreichend zu beleuchten.

Bei Aufstellung von Arbeitsmitteln im Freien ist Witterungsschutz (z.B. Flugdach) und Blitzschutz (wenn Größe, Beschaffenheit oder Lage des Arbeitsmittels dies erfordert) vorzusehen.

Vorsicht bei Arbeiten in der Nähe von Freileitungen.

§ 12 AM-VO
§ 34 ASchG

Letzte Änderung am: 31.01.2016