Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Unfallberichte

Aus Arbeitsunfällen kann man lernen!

Von den ArbeitsinspektorInnen werden Arbeitsunfälle nach einheitlichen Vorgaben erhoben. Es werden naturgemäß nicht alle Arbeitsunfälle von den Arbeitsinspektoraten erhoben. Die Arbeitsinspektorate entscheiden, ob ein zur Kenntnis gelangter Arbeitsunfall einer vertieften Erhebung bedarf. Dazu zählen insbesondere Arbeitsunfälle mit dem Verdacht auf schwere Körperverletzung und Arbeitsunfälle bei denen eine Meldung der ArbeitgeberInnen gemäß § 98 Abs. 1 ASchG erfolgt ist.

Aus Arbeitsunfällen kann man lernen! Die nachstehenden Berichte zeigen neben der Schilderung des Unfalls daher auf, welche Maßnahmen hätten ergriffen werden müssen um den Unfall höchstwahrscheinlich zu verhindern.

Arbeitsunfall bei Reparaturarbeiten an einer Presse

Ein Arbeitnehmer wurde bei der Inbetriebnahme einer Presse eingeklemmt und tödlich verletzt.

Arbeitsunfall bei Reparaturarbeiten an einer Presse

 

Arbeitsunfall mit einer Hubarbeitsbühne

Ein Malerunternehmen führte Arbeiten mit einem Fassadensteiger (Teleskop-Hubarbeitsbühne) durch. Zwei Arbeitnehmer wollten von der Arbeitsplattform aus in einer Höhe von ca. 6 Metern Fensterläden aushängen und fuhren dazu das Teleskop ca. 7 Meter weit aus. Plötzlich brach einer der vier Stützfüße, die Hubarbeitsbühne neigte sich zu Seite und die beiden Arbeitnehmer stürzten etwa 6 Meter aus dem Korb heraus ab.

Arbeitsunfall mit einer Hubarbeitsbühne

Absturz bei Dacharbeiten

Das Arbeitsinspektorat wurde von der Polizei über einen Arbeitsunfall verständigt, bei dem ein Arbeitnehmer aus etwa zehn Metern Höhe abgestürzt ist.

Unfallbericht Absturz bei Dacharbeiten

Tödliche Verletzungen nach Sturz in eine Kartonagenpresse

Das Arbeitsinspektorat wurde von der Polizei über einen Arbeitsunfall verständigt, bei dem ein Arbeitnehmer in eine Kartonagenpresse gestürzt ist.

Bei der Kartonagenpresse (Schneckenverdichter) kam es im Einwurfschacht zu einer Blockade durch die eingeworfenen Kartonagen. Der Arbeitnehmer hat daraufhin versucht, mit einer Stahlstange (2,5 m lang, Durchmesser etwa 5 cm) diesen Stau zu beheben, in dem er wahrscheinlich Material nachdrückte oder durch stochern versucht hat, die Blockade zu beheben.

Tödliche Verletzungen nach Sturz in eine Kartonagenpresse

Tödliche Verletzungen nach Absturz mit Kleinbagger

Das Arbeitsinspektorat wurde von der Polizei über einen Arbeitsunfall verständigt, bei dem ein Arbeitnehmer bei Hebearbeiten an einem entleerten Schwimmbecken mit einem Bagger vom Beckenrand in das Schwimmbecken gestürzt ist.

Tödliche Verletzungen nach Absturz mit Kleinbagger

Arbeitsunfall einer jugendlichen Arbeitnehmerin an einer Gesenkbiegepresse

Dem Arbeitsinspektorat wurde von der Polizei ein Arbeitsunfall in einem Metall verarbeitenden Betrieb gemeldet. Dabei wurde eine jugendliche Arbeitnehmerin an beiden Händen schwer verletzt.

Die jugendliche Hilfsarbeiterin (16 Jahre alt zum Unfallzeitpunkt) hatte den Auftrag, an einer Gesenkbiegepresse U-Profile herzustellen. Nach einer kurzen Einweisung in die Arbeit durch den Arbeitgeber und der Fertigung einiger Probewerkstücke führte die Arbeitnehmerin die Arbeit dann an der Gesenkbiegepresse unbeaufsichtigt durch. Wenige Zeit nach Beginn der Arbeiten gelangte sie mit beiden Händen während des Pressvorgangs zwischen Oberwerkzeug und Werkstück. Die Arbeitnehmerin erlitt dabei Knochenbrüche und Quetschungen an beiden Händen.

Arbeitsunfall einer jugendlichen Arbeitnehmerin an einer Gesenkbiegepresse

Arbeitsunfall mit missbräuchlich verwendeten Einweghebeband

Auf einer Baustelle sollten GFK-Rohre mit einem Durchmesser von 60 cm und einer Länge von 6,0 m verlegt werden. Die Rohre wurden auf der Baustelle bis zum Einbau zwischengelagert. Vom Zwischenlagerplatz wurden sie mit einem Bagger zum Heben von Einzellasten zur Einbaustelle transportiert. Für diesen Transport wurden die Rohre mit zwei Hebebändern im Schnürgang angeschlagen.

An der Einbaustelle wurde nun festgestellt, dass das zu verbauende Rohr vor dem Einbau um 180° gedreht werden muss, um die Muffe an die richtige Position zu bringen. Dazu wurden die zwei Hebebänder, welche für den Transport verwendet wurden, gelöst und das Rohr mit nur einem Hebeband mittig wieder im Schnürgang angeschlagen und hochgehoben. Anschließend wollte ein Arbeitnehmer das Rohr um die erforderlichen 180° in die richtige Einbausituation drehen. Bei diesem Drehvorgang riss das Hebeband ab, das Rohr stürzte auf den Arbeitnehmer und verletzte ihn schwer.

Arbeitsunfall wegen ungeeignetem Anschlagmittel

Sturz mit Stehleiter

Dem Arbeitsinspektorat wurde von einer Polizeiinspektion ein schwerer Arbeitsunfall auf einer Baustelle in einem Einkaufszentrum gemeldet. Ein Arbeitnehmer ist mitsamt einer Stehleiter umgefallen und zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen im Gesicht-Hals-Bereich zu.

Arbeitsunfall mit Stehleiter

Arbeitsunfall bei Schalungsarbeiten

Dem Arbeitsinspektorat wurde von einer Polizeiinspektion ein schwerer Arbeitsunfall auf der Baustelle eines Pflegeheims gemeldet. Es wurde ein Arbeitnehmer von einer umstürzenden Schalungswand getroffen und schwer verletzt.

Arbeitsunfall bei Schalungsarbeiten

Arbeitsunfall bei der Manipulation von Rollcontainern

Rollcontainer werden für die Manipulation von Waren in Filialen von Einzelhandelsketten nahezu in der gesamten logistischen Kette eingesetzt. In einem dieser Unternehmen wurde vom Arbeitsinspektorat eine in zeitlicher Hinsicht auffällige Häufung von Arbeitsunfällen mit Fußverletzungen beobachtet. Die Analyse zweier Unfälle ergab, dass sich die Arbeitsunfälle im Arbeitsbereich der Warenmanipulation mit Rollcontainern ereigneten und durchwegs Arbeitnehmerinnen betroffen haben.

Arbeitsunfall bei der Manipulation von Rollcontainern

Arbeitsunfall mit Minibagger wegen demontierter Fahrerkabine

Ein Arbeitnehmer eines Baubetriebes war auf einer Baustelle eines Alten- und Pflegeheimes mit Abbrucharbeiten beschäftigt. Für diese Arbeiten wurde ein Minibagger verwendet. Der Minibagger wurde am Beginn der Abbrucharbeiten mit einem Turmdrehkran auf einen Balkon im 2. Obergeschoß (OG) gehoben. Im Zuge der Abbrucharbeiten wurde das Stiegenhaus vom 2. OG über das 1. OG bis in das Erdgeschoß befahren.

Im Zuge der Erhebungen nach dem Arbeitsunfall durch das Arbeitsinspektorat waren deutliche Fahrspuren an allen Stiegenläufen und an den Stiegenhausmauern erkennbar.

Arbeitsunfall mit Minibagger wegen demontierter Fahrerkabine

Arbeitsunfall bei Abbrucharbeiten

Durch einen Brand wurde eine Werkshalle zur Herstellung von Leimbindern zur Gänze zerstört. Bei den Aufräumungsarbeiten war ein Arbeitnehmer damit beschäftigt, Armierungsstahl aus dem Abbruchmaterial auszusortieren. Zu diesem Zeitpunkt war ein Baggerfahrer gerade dabei, ein ca. 4 m langes Betonsäulenstück aus dem Abbruchmaterial zu ziehen. Bei diesem Vorgang schnellte ein Armierungsstahl (Länge 8,1 m, Durchmesser 30 mm) gegen den sich in der Nähe befindlichen Arbeitnehmer, der vom Armierungsstahl im Brustbereich getroffen wurde und ein schweres Toraxtrauma, Bauchverletzungen und einen Leberriss erlitt.

Arbeitsunfall bei Abbrucharbeiten

Arbeitsunfall beim Abstellen von Sattelanhängern

Ein geschäftsführender Gesellschafter eines Unternehmens war damit beschäftigt, vier Sattelanhänger zu mehreren bereits abgestellten Sattelanhängern zu stellen. Der verunfallte geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer führte in der Nähe Grabungsarbeiten durch. Gegen 13:30 Uhr begann der Geschäftsführer mit dem Abstellen des letzten Sattelanhängers. Zu diesem Zweck stieg er aus dem Führerhaus des Sattelzugfahrzeuges, um die bereitgelegten Betonplatten unter die Anhängerstützen legen. Dabei sah er, dass der Anhänger noch nicht parallel zum bereits abgestellten Anhänger stand. Er stieg nochmals in das Zugfahrzeug und fuhr mit dem Kraftfahrzeug ca. 1,5 m bis 2 m vor und wieder zurück. Dabei winkelte er das Zugfahrzeug stark nach rechts ab. Beim Zurückschieben bemerkte er plötzlich (durch den rechten Außenspiegel), dass rechts, im vorderen Bereich des Anhängers ein Mensch herausfiel. Aufgrund der Kleidung erkannte er auch sofort, dass es sich beim Verunfallten um seinen Mitarbeiter handelte.

Arbeitsunfall beim Abstellen von Sattelanhängern

Arbeitsunfall bei Holzernte mittels Harvester

Ein Arbeitnehmer war mit Forstaufräumungsarbeiten mittels eines zu einem Harvester (Holzerntemaschine) umgerüsteten Mobilbaggers beschäftigt. Bei den Aufräumungsarbeiten riss die Sägekette und ein Kettenglied durchschlug die Frontscheibe des Baggers, bohrte sich in den Oberkörper des Fahrzeugführers, durchdrang die Lunge und blieb knapp oberhalb des Herzens stecken.

Der Verunfallte überlebte diesen Unfall nur durch eine glücklicherweise perfekt funktionierende Rettungskette, welche von einem zufällig vorbeifahrenden Mountainbiker eingeleitet wurde.

Arbeitsunfall bei Holzernte mittels Harvester

Arbeitsunfall durch lockeren Ladestellenschranken eines Bauaufzuges

Auf einer Baustelle wurde für den Material- und Personentransport ein Bauaufzug aufgestellt. Die Be- und Entladestellen des Bauaufzuges am Fassadengerüst waren anstelle der erforderlichen Gerüstwehren mit "Ladestellenschranken" des Aufzugherstellers gegen Absturz gesichert.

Beim Überstieg von der Dachfläche auf das Gerüst stützte sich ein Arbeitnehmer auf den geschlossenen Ladestellenschranken der obersten Gerüstlage. Dabei löste sich die Schraubensicherung des Schrankens und der Arbeitnehmer stürzte mitsamt Schranken ca. 12 m kopfüber in die Tiefe. Beim Aufprall auf eine LKW-Ladebordwand erlitt der der Arbeitnehmer tödliche Verletzungen.

Arbeitsunfall durch lockeren Ladestellenschranken eines Bauaufzuges

Arbeitsunfall an Blechbiegmaschine zufolge unzureichender Schutzmaßnahmen

Beim Herstellen von Rohrschüssen (Rohrhülsen) geriet ein Arbeitnehmer mit der linken Hand in die Biegewalzen einer Zweiwalzenbiegemaschine. Aufgrund der schweren Verletzung war es erforderlich, ihm drei Finger zu amputieren.

Für den Herstellungsvorgang muss das Werkstück (Blechteil) von Hand aus der Biegemaschine zugeführt werden. Bei Toleranzabweichungen der Blechqualitäten kann es zu einer Überlappung der eingerollten Blechschüsse kommen, sodass ein anschließender Schweißvorgang nicht mehr möglich ist. Es ist dann Aufgabe des Arbeitnehmers, diesen Ausschuss-Teil bei stillstehender Walze zu entfernen.

Um ein Überlappen des Stoßens des Bleches zu vermeiden, dürfte der Verunfallte bei der noch laufenden Maschine nachgegriffen haben und geriet dabei mit dem Handschuh in die Einlaufstelle der beiden Walzen, in der die Hand des Arbeitnehmers erfasst wurde. Eine an der Maschine vorhandene Reißleine zum Not-Ausschalten des Maschinenstillstandes wurde zu spät betätigt.

Arbeitsunfall an Blechbiegmaschine zufolge unzureichender Schutzmaßnahmen

Arbeitsunfall bei Störungsbeseitigung an einer Umspulanlage

Ein Arbeitnehmer führte allein Arbeiten an einer Umspulanlage für Bandbleche durch. Beim Abspulen von einer großen Rolle (Großcoils) auf eine kleinere Rolle (Kleincoils) an der Blechabrollmaschine hat der Arbeitnehmer während des Automatikbetriebes mit den Händen an der rotierenden Aufrollhaspel hantiert, um ein unregelmäßiges Verlaufen des Blechbandes zu korrigieren.

Der Arbeitnehmer wurde dabei vom rotierenden Blech erfasst und vom abzurollenden Blech am ganzen Körper eingerollt. Ein in der Nähe anwesender Arbeitnehmer hörte die Hilfeschreie, stoppte die Maschine mit dem Notaustaster und befreite den Verunfallten. Der Verunfallte erlitt dabei schwerste innere Verletzungen.

Arbeitsunfall bei Störungsbeseitigung an einer Umspulanlage

Arbeitsunfall durch falsch dimensioniertes Arbeitsgerüst

Im Zuge von unterirdischen Kanalsanierungsarbeiten sollten Arbeitnehmer eines Bauunternehmens einen Schlauch in den zu sanierenden Kanal einbringen. Beim Sanierungsverfahren ("Schlauchrelining-Verfahren") wird ein konfektionierter, kunstharzgetränkter Gewebeschlauch in den Kanal eingebracht, welcher dann bündig an die Rohrwandung des Kanalrohres gepresst und anschließend ausgehärtet wird.

Für diese Arbeiten wurde ein Gerüst aufgebaut. Die Gesamthöhe des Gerüsts betrug ca. 4,7 m, wobei in 2,2 m Höhe eine Arbeitsebene eingezogen war. In 4,7 m Höhe befand sich eine motorbetriebene Umlenkrolle.

Der Schlauch sollte nun aus dem LKW durch das Gerüst und über die Umlenkrolle eingebracht werden. Für diesen Arbeitsvorgang befanden sich zwei Arbeitnehmer auf dem Gerüst. Beim Aufziehen des Schlauches auf das Gerüst kam es zufolge des Schlauchgewichts zu einem Schrägzug auf das Gerüst und dieses stürzte mit den beiden Arbeitnehmern um. Die beiden Arbeitnehmer erlitten Rückenverletzungen und mussten mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Arbeitsunfall durch falsch dimensioniertes Arbeitsgerüst

Arbeitsunfall durch ungenügende Unterweisung der Arbeitnehmer

In einem großen Regionallager eines Handelsunternehmens waren Arbeitnehmer eines Montagebetriebes mit der Erweiterung eines Kühlraumes beschäftigt.
Die Vergrößerung erfolgte mit vorgefertigten Wand- und Deckenelementen in Sandwich-Bauweise. Nach Aufstellung der Wandelemente erfolgte die Verlegung der Deckenelemente in einer Höhe von ca. 6,7 m, wobei diese zum Teil auf die Wandelemente aufgelegt und zum Teil an von der Betondecke abgehängten T‑Profilen, welche aus Metall bestanden, befestigt wurden.

Bei der Vermessung eines verlegten Deckenelementes für die Verlegung eines weiteren Elementes, wobei sich drei Arbeitnehmer auf dem Deckenelement befanden, löste sich dieses Element aus der Verankerung und die drei Arbeitnehmer und das Deckenelement stürzten zu Boden. Die drei Arbeitnehmer erlitten durch den Absturz schwere Verletzungen.

Arbeitsunfall durch ungenügende Unterweisung der Arbeitnehmer

Arbeitsunfall zufolge unsachgemäßer Lagerung von Fertigteilen

Auf einer Baustelle mussten Hauswandelemente in Form von Fertigteilelementen versetzt werden. Bei der Durchführung dieser Arbeiten waren verschiedene Unternehmungen und zwar ein Fertigteilbetrieb, ein Kranunternehmen und ein Bauunternehmen beteiligt.

Beim Versuch, ein freistehendes, ungesichertes 1,56 Tonnen schweres, Fertigteilelement mit dem Mobilkran zu transportieren, fiel dieses um. Ein Arbeitnehmer wurde zwischen dem umfallenden Fertigteil und einem daneben stehendes Fertigteilelement am Kopf eingeklemmt. Er erlitt dabei schwere Verletzungen.

Arbeitsunfall zufolge unsachgemäßer Lagerung von Fertigteilen

Arbeitsunfall - Explosion in einem Stahlwerk

In einem Stahlwerk wurde in eine metallische Reststahlkokille eine kleine Menge Reststahl eingegossen. Die Höhe dieser Kokille betrug 1,2 m, der Querschnitt 0,6m mal 0,6m. Beim Abkühlen zerfällt die glasige Schlacke in der Kokille in eine pulverartige Masse. Dieses stark hygroskopische Material nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf.

Nach dem Abkühlen wurde die Kokille nicht entsprechend der Arbeitsanweisung geleert, sondern nochmals befüllt. Durch das Einfüllen von flüssigem Reststahl in den verbleibenden Raum der Kokille wurde die Feuchtigkeit, welche sich in der pulverartigen Masse gesammelt hatte, eingeschlossen. Dieses Wasser änderte binnen Sekundenbruchteilen den Aggregatzustand, wurde gasförmig und dehnte sich entsprechend der Temperatur der Flüssigphase (ca. 1500°C) aus. Die spontane Volumsvergrößerung, verbunden mit einer Knallgasexplosion zufolge des dabei ablaufenden Zersetzungsprozesses des Wasserdampfes, bewirkte, dass der flüssige Stahl explosionsartig aus der Kokille austrat.

Arbeitsunfall - Explosion in einem Stahlwerk

Arbeitsunfall - Explosion in einem Ammoniak-Wäscher

Um Geruchsbelästigungen durch Undichtheiten an einer Ammoniak-Kälteanlage zu verhindern, wird die Raumluft des Kältemaschinenraumes in einen Nasswäscher mit 600 Liter fassendem Umlaufbehälter geleitet, in dem sich der Ammoniak in Wasser löst. Dabei entsteht eine basische Ammoniak-Wasser-Lösung (Salmiakgeist).

Zur Neutralisation dieser Lösung wurde Zitronensäure zugesetzt, wodurch leicht entsorgbarer Kunstdünger ausfällt. Dies hat aber dann zu einer leicht sauren Lösung geführt, wodurch es in einem Zeitraum von ca. einem halben Jahr zur Bildung von Schimmelpilz und anderen organischen Ablagerungen (Bakterien) gekommen ist. Dies führte dann wiederum zu Geruchsbelästigungen, wodurch diese hygienisch bedenkliche Verschmutzung bemerkt wurde.

Diese sollte nun auf Anraten des Chemikalienlieferanten durch Desinfizieren mit einer Natriumhypochloritlösung, anschließendem Reinigen und Spülen mit Wasser und Neubefüllen mit Wasser unter Zugabe eines Bakterizides behoben werden.

Arbeitsunfall - Explosion in einem Ammoniak-Wäscher

Letzte Änderung am: 08.07.2016