Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Überstunden

Überstundenarbeit liegt vor, wenn durch erhöhten Arbeitsbedarf entweder die Grenzen der zulässigen wöchentlichen Normalarbeitszeit oder der täglichen Normalarbeitszeit überschritten werden.

Überstunden dürfen im Ausmaß von 5 Stunden in der Woche plus zusätzlichen 60 Stunden pro Jahr geleistet werden. Wöchentlich sind aber maximal 10 Überstunden zulässig, die Tagesarbeitszeit darf dabei maximal 10 Stunden betragen. Abweichungen können durch Kollektivvertrag in bestimmten Branchen getroffen werden.

§ 6 und § 7 Arbeitszeitgesetz

Bei vorübergehend auftretendem besonderem Arbeitsbedarf können zur Verhinderung eines unverhältnismäßigen wirtschaftlichen Nachteils, sofern keine anderen Maßnahmen zumutbar sind, für maximal 24 Wochen (allerdings maximal acht Wochen in Folge) im Kalenderjahr durch Betriebsvereinbarung Überstunden bis zu einer Wochenarbeitszeit von maximal 60 Stunden vereinbart werden. Die Tagesarbeitszeit darf dabei maximal 12 Stunden betragen. Die Betriebsvereinbarung ist den kollektivvertragsfähigen Körperschaften und dem zuständigen Arbeitsinspektorat zu übermitteln. Ein derartiges Überstundenausmaß ist in Betrieben ohne Betriebsrat auch mit schriftlicher Einzelvereinbarung möglich, wenn eine arbeitsmedizinische Unbedenklichkeitsfeststellung für die betreffenden Tätigkeiten vorliegt. In der Einzelvereinbarung sind alle Tätigkeiten anzuführen, zu denen der/die ArbeitnehmerIn herangezogen werden soll.

§ 7 Abs. 4 und 4a Arbeitszeitgesetz

Sind alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft, kann das zuständige Arbeitsinspektorat bei Nachweis eines dringenden Bedürfnisses auf Antrag des/der ArbeitgeberIn noch eine Arbeitszeitverlängerung bewilligen. Im Verfahren hat das Arbeitsinspektorat die gesetzlichen Interessenvertretungen der ArbeitgeberInnen und der ArbeitnehmerInnen zu hören. Eine Tagesarbeitszeit über zehn Stunden und eine Wochenarbeitszeit über 60 Stunden kann das Arbeitsinspektorat jedoch nur zulassen, wenn dies im öffentlichen Interesse erforderlich ist.

§ 7 Abs. 5 Arbeitszeitgesetz

Bei der 4-Tage-Woche kann durch Betriebsvereinbarung die Tagesarbeitszeit durch Überstunden auf maximal zwölf Stunden ausgedehnt werden. Ein derartiges Überstundenausmaß ist in Betrieben ohne Betriebsrat auch mit Einzelvereinbarung möglich, wenn eine arbeitsmedizinische Unbedenklichkeitsfeststellung für die betreffenden Tätigkeiten vorliegt.

§ 7 Abs. 6 Arbeitszeitgesetz

Letzte Änderung am: 13.02.2017