Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Tagesarbeitszeit

Die Tagesarbeitszeit ist die Arbeitszeit innerhalb eines ununterbrochenen Zeitraumes von 24 Stunden.

§ 2 Arbeitszeitgesetz

Die tägliche Normalarbeitszeit (also ohne Überstunden) darf prinzipiell acht Stunden nicht überschreiten. Zur Erreichung einer längeren Freizeit (z.B. am Wochenende) kann die Arbeitszeit aber auch anders verteilt werden (z.B. kurzer Freitag). Dabei darf die tägliche Normalarbeitszeit an den einzelnen Tagen maximal neun Stunden betragen. Der Kollektivvertrag (oder eine Betriebsvereinbarung, falls sie vom Kollektivvertrag dazu ermächtigt wird oder auf ArbeitgeberInnenseite keine kollektivvertragsfähige Körperschaft besteht) kann auch in anderen Fällen eine tägliche Normalarbeitszeit von neun oder sogar zehn Stunden zulassen. Bei Gleitzeit darf die tägliche Normalarbeitszeit höchstens zehn Stunden dauern. 

Wird die tägliche Normalarbeitszeit überschritten, so fallen Überstunden an. Inklusive Überstunden darf die tägliche Arbeitszeit maximal zehn Stunden betragen, wobei unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich noch sogenannte Vor- und Abschlussarbeiten (z.B. abschließende Kundenbetreuung im Handel) im Ausmaß von maximal 30 Minuten durchgeführt werden dürfen. Weitere Möglichkeiten können unter gesetzlich vorgegebenen Bedingungen insbesondere im Kollektivvertrag oder mit einer Betriebsvereinbarung zugelassen werden.

§ 3, § 4, § 4b§ 8 und § 9 Arbeitszeitgesetz

Einarbeiten von Fenstertagen

Werden Fenstertage zur Erlangung einer längeren Freizeit genützt (fällt also die Arbeitszeit aus), so kann diese ausfallende Normalarbeitszeit durch Aufteilung auf maximal 13 zusammenhängende Wochen (Woche des Fenstertages inkludiert) eingearbeitet werden. Dabei kann die tägliche Normalarbeitszeit auf maximal 10 Stunden ausgedehnt werden. Abweichende Regelungen können durch Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung (falls sie vom Kollektivvertrag dazu ermächtigt wird oder auf ArbeitgeberInnenseite keine kollektivvertragsfähige Körperschaft besteht) vereinbart werden.

§ 4 Abs. 3 Arbeitszeitgesetz

4-Tage-Woche

Durch Betriebsvereinbarung oder (in Betrieben ohne Betriebsrat) schriftliche Einzelvereinbarung kann zugelassen werden, dass die Wochenarbeitszeit auf vier Tage regelmäßig so verteilt wird, dass eine 4-Tage-Woche möglich wird. In diesem Fall ist somit eine tägliche Normalarbeitszeit von zehn Stunden zulässig.

§ 4 Abs. 8 Arbeitszeitgesetz

Übersichtstabellen

In folgenden Dokumenten erhalten Sie tabellarische Übersichten betreffend Grenzen der täglichen und der wöchentlichen Arbeitszeiten:

Übersicht über die Arbeitszeitgrenzen (Allgemein) (pdf-104 kB)

Arbeitszeitgrenzen im Handel (pdf-90 kB)

Arbeitszeitgrenzen im Bauwesen (pdf-89 kB)

Letzte Änderung am: 03.02.2016