Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Ruhezeit

Nach Beendigung der Tagesarbeitszeit ist den ArbeitnehmerInnen eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden zu gewähren.

Der Kollektivvertrag kann die ununterbrochene Ruhezeit auf mindestens acht Stunden verkürzen, sofern innerhalb der nächsten zehn Kalendertage eine andere (tägliche oder wöchentliche) Ruhezeit entsprechend verlängert wird. Eine Verkürzung auf unter zehn Stunden ist allerdings nur möglich, wenn der Kollektivvertrag weitere Maßnahmen zur Sicherstellung der Erholung der ArbeitnehmerInnen vorsieht.

§ 12 Arbeitszeitgesetz

Verkürzung im Hotel- und Gastgewerbe

Im Hotel- und Gastgewerbe darf die tägliche Ruhezeit für ArbeitnehmerInnen in Küche und Service bei geteilten Diensten auf acht Stunden verkürzt werden. (Ein geteilter Dienst liegt vor, wenn die Tagesarbeitszeit durch eine ununterbrochene Ruhepause von mindestens drei Stunden unterbrochen wird.) Solche Verkürzungen sind innerhalb von vier Wochen (in Saisonbetrieben nach Möglichkeit noch während der Saison, spätestens aber im Anschluss an die Saison) durch Verlängerung einer anderen täglichen Ruhezeit auszugleichen.

Saisonbetriebe im Sinne dieser Bestimmung sind Betriebe, die jahreszeitlich bedingt entweder

  • überhaupt nur zu bestimmten Zeiten im Jahr offen haben und im restlichen Jahr geschlossen sind, oder
  • höchstens ein- oder zweimal im Jahr eine gegenüber den übrigen Zeiten deutlich verstärkte Geschäftstätigkeit entfalten, die die Aufnahme von zusätzlichem Personal notwendig macht. In diesem Fall hat der Betrieb also auch im restlichen Jahr geöffnet. Von einem Saisonbetrieb ist aber nur auszugehen, wenn während der Saisonzeiten zusätzliches Personal aufgenommen wird (und nicht etwa bloß die Stammbelegschaft zu zusätzlichen Überstunden herangezogen wird).

ArbeitgeberInnen, die von dieser Regelung Gebrauch machen wollen, müssen die Inanspruchnahme sowie Beginn und Ende der Saison in den Arbeitszeitaufzeichnungen vermerken.

Diese Verkürzungsmöglichkeit gilt nicht für Jugendliche!

§ 12 Abs. 2a und 2b Arbeitszeitgesetz

§ 26 Abs. 2a Arbeitszeitgesetz

Schichtarbeit

Im vollkontinuierlichen Schichtbetrieb (am Wochenende durchlaufend) kann die tägliche Ruhezeit einmal im Schichtturnus bei Schichtwechsel auf eine Schichtlänge (mindestens jedoch acht Stunden) verkürzt werden. Innerhalb des Schichtturnusses ist eine andere tägliche Ruhezeit entsprechend zu verlängern.

§ 12 Abs. 2c Arbeitszeitgesetz

 

Letzte Änderung am: 04.09.2018