Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Dekadenarbeit

Unter Dekadenarbeit wird in der Regel verstanden, dass auf zehn Arbeitstage vier arbeitsfreie Tage folgen.

Regelungen für Dekadenarbeit kann der Kollektivvertrag für ArbeitnehmerInnen, die auf im öffentlichen Interesse betriebenen Großbaustellen oder auf Baustellen der Wildbach- und Lawinenverbauung in Gebirgsregionen beschäftigt sind, zulassen. (Dekadenarbeit kann auch mit Betriebsvereinbarung eingeführt werden, wenn der Kollektivvertrag eine entsprechende Ermächtigung enthält oder wenn kein Kollektivvertrag abgeschlossen werden kann, weil auf ArbeitgeberInnenseite keine kollektivvertragsfähige Körperschaft besteht.)

Die wöchentliche Normalarbeitszeit darf im Durchschnitt innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes von zwei Wochen 40 Stunden nicht überschreiten (z.B. erste Woche: 63 Stunden, zweite Woche: 17 Stunden); die tägliche Normalarbeitszeit darf neun Stunden nicht überschreiten.

Da in diesem Fall auch die Wochenendruhe berührt wird, sind die Bestimmungen des Arbeitsruhegesetzes und der Arbeitsruhegesetz-Verordnung zu beachten. Die wöchentliche Ruhezeit kann für einzelne Wochen gekürzt werden oder zur Gänze entfallen, wenn in einem vierwöchigen Durchrechnungszeitraum eine durchschnittliche wöchentliche Ruhezeit von 36 Stunden eingehalten wird. Zur Berechnung der durchschnittlichen wöchentlichen Ruhezeit dürfen allerdings nur Ruhezeiten mit einer Dauer von mindestens 24 Stunden herangezogen werden.

§ 4c Arbeitszeitgesetz

§ 5 Abs. 5 Arbeitsruhegesetz

Letzte Änderung am: 03.02.2016