Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Ersatz von Benzol in Motortreibstoffen für zweitaktmotorbetriebenen handgeführten Arbeitsmitteln

§ 110 Abs. 8 ASchG ordnet das Weitergelten einzelner Bestimmungen der AAV an, u.a. des § 55 Abs. 2 AAV, der für die Verwendung von Benzol in Motortreibstoffen eine Ausnahme vom Substitutionsgebot enthielt.
Da es sich bei Benzol um einen eindeutig krebserzeugenden Arbeitsstoff handelt, wurde diese Ausnahme in § 55 Abs. 2 AAV durch eine ASchG-Novelle insoweit geändert, dass bei Verwendung von zweitaktmotorbetriebenen handgeführten Arbeitsmitteln (insbesondere Kettensägen, Motorsensen, Heckenscheren…) benzolhältige Treibstoffe durch Alkylatbenzin (Gerätebenzin) ersetzt werden müssen. 

Von der Regelung betroffen sind nur handgeführte Geräte mit Zweitaktmotor. Bei diesen Arbeitsmitteln enthält das Abgas im Vergleich zu Viertaktmotoren konstruktionsbedingt deutlich mehr unverbrannte Kohlenwasserstoffe und damit mehr Benzol.

Unberührt davon bleibt die weiterhin bestehende Ausnahme vom Substitutionsgebot für Benzol in Motortreibstoffen für den gesamten KFZ-Bereich und für Arbeitsmittel mit Viertaktmotoren.

Letzte Änderung am: 22.02.2018