Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Pilze

Pilze (lat. fungi) zählen zu den am weitesten verbreiteten Organismen der Erde.

Sie besiedeln die verschiedensten organischen oder anorganischen Substrate und sind wegen ihrer stoffwechselphysiologischen Möglichkeiten maßgeblich an der Stoffumsetzung beteiligt. Sie bilden mit 96 % den zahlenmäßig größten Anteil der biologischen Partikel in der Luft. Die medizinisch bedeutsamen Pilze (abgesehen von den Giftpilzen) sind unter den Mikromyzeten (Fruchtkörper nur mittels Lupe oder Mikroskop erkennbar).

Die Vermehrung und Ausbreitung erfolgt durch Sporen oder vegetativ durch Ausbreitung (Myzelien bzw. Mykorrhizen).

Manchen Stoffwechselprodukten (Penicillium, Saccharomyces cerevisiae, Candida kefyr und weiteren) wird heilende (Penicillin) oder zumindest gesundheitsfördernde Wirkung (in Kefyr, Bier, Wein) zugesprochen. Andere Pilze gelten als Erreger von Infektionskrankheiten (Cryptococcus, Aspergillus) oder als Verursacher von Allergien (Penicillium, Aspergillus, Cladosporium).

Cladosporium scheint in Nordeuropa der häufigste Auslöser für Schimmelpilzallergien zu sein. Seine klinische Relevanz ist ausgeprägt. Das Vorliegen einer Sensibilisierung mit Cladosporium wird mit einem höheren Risiko für akute Asthmaanfälle in Zusammenhang gebracht und scheint mit dem Schweregrad des Asthmas zu korrelieren.

Einige Pilze sind durch die Bildung von Giftstoffen (Toxinen, den sog. Mykotoxinen) wie beispielsweise Aflatoxin und Ochratoxin (durch Aspergillus und andere Gattungen) charakterisiert.

Die Einteilung der Pilze ist unterschiedlich. Das DHS-System (Dermatophyten-Hefen-Schimmelpilze) wurde für den medizinischen Bedarf aufgestellt.

Letzte Änderung am: 21.01.2016