Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Parasiten

Parasiten sind Organismen (Pflanzen oder Tiere), die temporär oder dauerhaft auf Kosten anderer Lebewesen – so genannter Wirte – zur Befriedigung von Bedürfnissen (Nahrung, Fortpflanzung usw.) leben.

Sie halten sich dauernd am (Ektoparasiten) oder im (Endoparasiten) Körper des Wirtes auf und leben von dessen Körpersubstanz oder von der aufgenommenen Nahrung, ohne ihren Wirt zu töten. Der Wirtsorganismus hat keinen Nutzen von ihnen, er wird mehr oder weniger stark geschädigt. Pflanzliche Parasiten sind zum Beispiel Mistel und Sommerwurz, zu den tierischen Parasiten gehören Bandwürmer, Blutegel und Flöhe.

Parasiten, wie z.B. Würmer oder Insekten, sind die größten Krankheitserreger gegen die das Immunsystem vorgehen muss. Würmer können mikroskopisch klein, aber auch mehrere Meter lang sein.

Sie werden meistens von Tieren auf den Menschen übertragen. Infektionsquellen sind Nahrungsmittel, die mit Wurmeiern oder tierischem Kot, der Wurmeier enthält, verunreinigt sind, z.B. mit Klärschlamm gedüngtes Gemüse.

Ein anderer Übertragungsweg ist der Verzehr von infiziertem Fleisch, z.B. Schweinefleisch, das Trichinen enthält. Das kann heute noch vorkommen, wenn "schwarz" geschlachtet wurde.

Endo- oder Innenparasiten leben im Inneren ihres Wirtes. Sie besiedeln Hohlräume, das Blut oder auch das Gewebe verschiedener Organe. Extrazelluläre Endoparasiten leben außerhalb von Zellen (z.B. Band- und Spulwürmer).

Intrazelluläre Endoparasiten leben vorwiegend innerhalb von Wirtszellen, sind daher aber den Mikroorganismen zuzurechnen.

Viele Endoparasiten halten sich während ihres Lebenszyklus sowohl extra- als auch intrazellulär auf.

Letzte Änderung am: 21.01.2016