Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Bakterien

Bakterien (altgriechisch bakterion - Stäbchen) sind einzellige Lebewesen mit unterschiedlicher Gestalt.

Die Größe der Bakterien reicht von 0,2- 5 µm. Sie verfügen über keinen Zellkern bzw. keine Kernmembran, keine Mitochondrien (Strukturen der Energiegewinnung).

Eine Zellmembran umgibt das Zytoplasma. Direkt daran anliegend ist die Zellwand. Sie bestimmt die Größe und die äußere Form des Bakteriums. Im Gegensatz zu Pilzen sind Bakterien beweglich.

Das Wachstumsoptimum medizinisch bedeutsamer Bakterien liegt zwischen
18° - 45° Celsius. Minimal- bzw. Maximalbereiche reichen von 2° bzw. 50° Celsius.

Die meisten Arten bevorzugen einen pH - Wert im Neutralbereich um pH 7, Lactobazillen haben ein Optimum bei pH 5, Cholera Vibrionen bei pH 9.

Die meisten medizinisch bedeutsamen Bakterien können sowohl bei Anwesenheit als auch bei Fehlen von Luftsauerstoff wachsen (Energiegewinnung durch Atmung wie durch Gärung).

Bakterien spielen im Arbeitsschutz v.a. als Infektionserreger und Toxinproduzenten (Endo- und Exotoxine) eine wichtige Rolle.

Die Vermehrung der Bakterien erfolgt durch Querteilung. Die Zeit, in der sich die Bakterienzahl verdoppelt, wird Generationszeit genannt. Diese reicht von einigen Minuten (Clostridiumarten) bis zu etlichen Stunden (Mycobacterium tuberculosis).

Letzte Änderung am: 21.01.2016