Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Wissenswertes zu REACH

REACH hat die sukzessive Schließung von Datenlücken bei den Eigenschaften chemischer Stoffe zum Ziel. Zentrale Bestimmung ist die Registrierung. Sie ist Voraussetzung für das Inverkehrbringen.

Ab 1 t/Jahr/Hersteller oder Importeur sind Stoffe zu registrieren. Hersteller oder Importeure müssen dabei Basisdatensätze über Stoffeigenschaften an die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki melden. Die ECHA verwaltet diese Informationen (ECHAChem). Für gefährliche Stoffe wird hier weiterhin das bekannte Sicherheitsdatenblatt erstellt.

Ab 10 t/Jahr/Hersteller oder Importeur dürfen Stoffe nur mit einem Stoffsicherheitsbericht registriert werden. Im Fall eines gefährlichen Stoffes sind darin auch eine Expositionsbewertung, eine Risikobeschreibung und Risikomangementmaßnahmen anzugeben und ist ein erweitertes Sicherheitsdatenblatt zu erstellen. Nähere Informationen siehe Sicherheitsdatenblatt.

Für besonders besorgniserregende (z.B. eindeutig krebserzeugende) Stoffe sieht REACH eine Zulassung vor, mit dem Ziel sie möglichst zu ersetzen.

Bei der Stoffbewertung nach REACH werden bei ausgewählten Stoffen vollständige Risikobewertungen durch die Mitgliedstaaten durchgeführt, deren Ergebnisse zu weiteren Maßnahmen, z.B. Beschränkungen, führen können.

Beschränkungen des Inverkehrbringens, Herstellens oder Verwendens bestimmter gefährlicher Stoffe sind nun auch in REACH geregelt. Beschränkungen können z.B. auf Grund der Evidenz arbeitsbedingter Erkrankungen notwendig werden.

Zur Sicheren Verwendung von Chemikalien am Arbeitsplatz bietet die ECHA übersichtlich aufbereitet interessante Informationen.

Im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis, dem C&L-Inventory, findet sich die Liste der EU-weit einheitlich eingestuften gefährlichen Stoffe.

Letzte Änderung am: 07.07.2016

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