Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

CLP in der betrieblichen Praxis

Im Zuge eines solchen Prozesses im Betrieb sollte immer auch die Möglichkeit anderer Änderungen betreffend Arbeitsstoffe, z.B. durch die REACH-VO überprüft werden. Der Übergang zu CLP hat Auswirkungen auf die betriebliche Praxis. Insbesondere besteht Handlungsbedarf bei der Arbeitsstoffevaluierung und im Bereich der Unterweisung.

  • Für alle Stoffe und Gemische müssen neue Kennzeichnungen berücksichtigt werden.
  • Einige Stoffe werden auf Grund der neuen Einstufungskriterien in Hinkunft anders eingestuft, manche strenger. Weiters müssen nach CLP etwa Stoffe mit Flammpunkten zwischen 23 °C und 60 °C mit dem Piktogramm "Flamme" gekennzeichnet werden (bisher lediglich R 10).
  • Auch bei Gemischen kann es zu anderen, manchmal strengeren Einstufungen, im Einzelfall auch zu geänderten Produktzusammensetzungen kommen. Dadurch kann es erforderlich werden z.B. die Lagerung zu überprüfen.
  • Zu überprüfen sind Arbeitsstoffevaluierung, Arbeitsstoffverzeichnis, Unterweisungsunterlagen oder Betriebsanweisungen sowie bestehende Maßnahmen zur Gefahrenverhütung.
  • Information und Unterweisungen müssen die Neuerungen veständlich kommunizieren, z.B. die Bedeutung der Piktogramme. Mit Betriebsanweisungen können die Neuerungen besonders wirksam weitergegeben werden.

Die Broschüre der Europäischen Kommission Chemikalien am Arbeitsplatz - ein neues Kennzeichnungssystem erläutert CLP sehr verständlich und unterstützt bei der Umstellung. Die allerwichtigsten Informationen daraus sind im Folder Die Kennzeichnungsetiketten für Chemikalien ändern sich und im CLP-Merkblatt der Arbeitsinspektion zusammengestellt.

Im Zuge eines solchen Prozesses im Betrieb sollte immer auch die Möglichkeit anderer Änderungen betreffend Arbeitsstoffe, z.B. durch die REACH-VO überprüft werden.

 

Letzte Änderung am: 15.07.2016

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