Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Arbeitsgruben und Unterfluranlagen

Vermeidung von Ex-Zonen durch natürliche Lüftung

Eine natürliche Lüftung ist nach BGR 157 und BGI 550 zur Vermeidung von Ex-Zonen ausreichend

  • bei nicht abgedeckten Arbeitsgruben im Freien,
  • bei nicht abgedeckten Arbeitsgruben in Bauwerken, wenn das Verhältnis der Länge ihrer Arbeitsöffnungen zu ihrer Tiefe min. 3:1 und ihre Tiefe max. 1,6 m beträgt (bei der Bemessung der Tiefe bleiben Bodenroste unberücksichtigt),
  • bei dicht abgedeckten Arbeitsgruben (z. B. mit Holzbohlen) nach Anstrich 2, wenn an den Enden jeweils eine Gitterrostabdeckung von min. 1 m Länge eingelegt ist, und die Länge der dichten Abdeckung 4 m nicht übersteigt,
  • bei dicht abgedeckten Arbeitsgruben nach Anstrich 2, wenn min. 25 % der abgedeckten Fläche mit Öffnungen versehen ist; die Öffnungen sind gleichmäßig über die gesamte Fläche zu verteilen (z. B. Arbeitsgrube mit Jalousie).

Anforderungen an elektrische Betriebsmittel

Dazu enthält die ÖVE-EN 1, Teil 4 (§ 90) "Elektroinstallationen in Arbeitsgruben und Unterfluranlagen für KFZ, u. a. folgende Bestimmungen:

  • Arbeitsgruben und Unterfluranlagen gelten als feuchte und nasse Räume,
  • Leuchten müssen gegen mechanische Beschädigung geschützt sein.

In Arbeitsgruben dürfen keine Schalter angebracht werden. Steckdosen sind nicht tiefer als 0,5 m unter der Oberkante der Grube zu montieren und müssen zumindest IPx4 entsprechen. Es dürfen nur Leuchten angebracht werden, die zumindest in Schutzart IP54 ausgeführt sind.

In Unterfluranlagen müssen sich Schalter und Steckdosen mindestens 1 m über dem Boden befinden und mindestens der Schutzart IPx4 entsprechen. Leuchten müssen die Anforderungen nach IP54 erfüllen.

Stand der Technik

Letzte Änderung am: 01.07.2016