Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung

Kennzeichnungsverordnung

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnungen sind einheitlich und entsprechend der Kennzeichnungsverordnung (KennV) durchzuführen. 

Damit durch eine gleichartige Systematik Verständlichkeit und Sicherheit überhaupt möglich sind, klärt die Kennzeichnungsverordnung, wie Kennzeichnungen durchzuführen sind.

Die Kennzeichnungsverordnung (KennV) gilt für Arbeitsstätten, Baustellen und auswärtige Arbeitsstellen im Sinne des ASchG.

Eine Kennzeichnung ist erforderlich ...

Soweit nach ArbeitnehmerInnenschutzvorschriften oder nach Bescheiden, die auf Grund von ArbeitnehmerInnenschutzvorschriften ergangenen sind, eine Sicherheits- oder Gesundheitsschutzkennzeichnung erforderlich ist, müssen ArbeitgeberInnen dafür sorgen, dass diese Kennzeichnung dieser Verordnung entsprechend gestaltet ist.

Bereiche, die besonders zu kennzeichnen sind, müssen im Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument (Evaluierung) angegeben werden.

ÖNORM EN ISO 7010

Mit ÖNORM EN ISO 7010 " Graphische Symbole — Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen — Registrierte Sicherheitszeichen", Ausgabe 2012-10-01, wurden international verwendete Symbole für die Kennzeichnung von Gefahrenbereichen, von Hinweis- und Gebotsschildern in eine österreichische Norm übernommen.

Kennzeichnungen entsprechend der ÖNORM EN ISO 7010 sind zulässig, da allfällig bestehende Abweichungen der Piktogramme und Schilder von den Darstellungen in Anhang 1 KennV die Bedeutung oder Verständlichkeit der Aussage nicht verändern oder vermindern.

Siehe dazu den Erlass Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung nach EN ISO 7010 und Kennzeichnungsverordnung.

Kein Missbrauch ...

Die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung nach dieser Verordnung darf für keine anderen als für die in dieser Verordnung dafür jeweils festgelegten Aussagen verwendet werden.

Wissen bedeutet Sicherheit ...

ArbeitgeberInnen müssen alle betroffenen ArbeitnehmerInnen über die Bedeutung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung und über die damit in Zusammenhang stehenden zu ergreifenden Maßnahmen informieren.

ArbeitgeberInnen müssen alle betroffenen ArbeitnehmerInnen in der Bedeutung von Warnzeichen, Leucht- und Schallzeichen sowie Sprech- und Handzeichen und in den damit in Zusammenhang stehenden zu ergreifenden Maßnahmen unterweisen.

Handzeichen ...

Einweiser müssen die genaue Bedeutung der Handzeichen kennen, um gefährliche Fehler zu vermeiden. Ein Merkblatt der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt informiert mit Grafiken.

Kennzeichnung von Arbeitsstoffen...

Gefährliche Arbeitsstoffe müssen entsprechend gekennzeichnet werden. Näheres zu diesem Thema: Siehe Arbeitsstoffe/Kennzeichnung.

Explosionsgefährliche Bereiche...

Explosionsgefährliche Bereiche, die für ArbeitnehmerInnen zugänglich sind, sind zumindest mit dem Warnzeichen "Warnung vor explosionsfähigen Atmosphären" und dem Verbotszeichen "Feuer, offenes Licht und Rauchen verboten" zu kennzeichnen, wenn Gefahren für die Sicherheit und die Gesundheit nicht durch sonstige technische oder organisatorische Maßnahmen vermieden oder ausreichend begrenzt werden können.

Letzte Änderung am: 01.07.2016