Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Lernmodule zur baulichen und gestalterischen Barrierefreiheit

Verständnis für die Notwendigkeit eines barrierefreien Arbeits- und Lebensumfeldes erwecken und die Wirkung von baulichen und gestalterischen Barrieren besser verstehen

Barrierefreiheit, alternsgerechte Arbeitswelt, Design for All und die behindertengerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen bieten zukunftsorientierte Antworten und Lösungen für die Herausforderungen der demografischen Entwicklung und der Tatsache, dass alle länger arbeiten werden (müssen). 

Auch sind sie ein wichtiger Beitrag zur Optimierung der Arbeitssicherheit im Allgemeinen.

Das Wissen über diese Themen ist im Verhältnis zur Wichtigkeit sowohl im betrieblichen Bereich (vor allem KMU) als auch im (berufs)schulischen Bereich noch nicht ausreichend verbreitet. Meist fehlen auch die adäquaten Schulungs- und Lernunterlagen. Diesem Mangel will die Arbeitsinspektion mit den Lernmodulen zur baulichen und gestalterischen Barrierefreiheit begegnen.

Barrierefreiheit ist erreicht, wenn

  • alle Menschen das Lebensumfeld weitestgehend selbständig und sicher nutzen können und
  • man u.a. durch bauliche, gestalterische und organisatorischen Rahmenbedingungen „nicht behindert wird“.

Konkret geht es dabei um bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung sowie andere gestaltete Lebensbereiche.

Verhältnisprävention und Barrierefreiheit sind zwei Seiten einer Medaille:

In beiden Fällen geht es darum das menschliche Umfeld, die Arbeits- und Lebensbedingungen und auch die organisatorischen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass

  • sie weitestgehend den menschlichen Bedürfnissen entsprechen
  • ein sicheres Arbeiten ermöglich und
  • die Gesundheit fördern.

Nutzungsqualität und „Design for All“

  • Wenn von Barrierefreiheit die Rede ist, dann rückt sehr oft die Forderung, die Ö-Norm B 1600 zu erfüllen in den Vordergrund,
  • dabei geht es ja im Wesentlichen um die Nutzungsqualität aus der Sicht der Menschen (z.B.: Mitarbeiter/innen, Kund/innen ……),
  • Nutzungsqualität heißt u.a.: Türen leicht bedienen können, klare Orientierungssysteme,  Räume ohne Störschall, gekennzeichnete Glasflächen.

"Design for All“ (Gestalten für Alle) setzt dies Prinzipien systematisch um.

 

Aspekte mit besonderer Relevanz in Bezug auf bauliche und gestalterische Barrierefreiheit

  • Mobilität – sich in allen Bereichen weitestgehend selbständig und sicher bewegen, unabhängig davon ob man im Rollstuhl sitzt, Krücken oder andere Gehilfen nutzt oder körperlich einfach nicht so gut drauf ist
  • Sehen – sich orientieren und zurechtfinden, unabhängig davon, ob man Seheinschränkungen hat oder blind ist
  • Hören -  ohne akustische Informationen auskommen

….. und dies alles weitestgehend selbständig und sicher.

 

Ziele der Lernmodule

  1. Verständnis für die Notwendigkeit eines barrierefreien Arbeits- und Lebensumfeldes
  2. Wirkung von baulichen und gestalterischen Barrieren besser verstehen

Erkennen und Verstehen

  • von Barrieren
  • von potentiellen Gefahrenquellen
  • des präventiven Charakters
  • des Zusammenhanges  mit der Arbeitssicherheit
  • dass Barrierefreiheit ALLE betrifft

 

Zielgruppen sind ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen, Führungskräfte und Fachkräfte aus

  • Gebäudeverwaltung und Facilitymanagement
  • Sicherheitsfachkräfte
  • Arbeitsmedizin
  • Ergonomie
  • Betrieben und sozialen Organisationen
  • Berufsschulen / Lehrkräfte
  • Bauplanung und und Baudurchführung
  • Arbeitsinspektoraten

Aufbau der Lernmodule

Die Lernunterlagen sind in Module unterteilt, die jedes für sich abgearbeitet werden können:

01 Wege

02 kontrastreiche Gestaltung

03 Haupteingang und Rezeption

04 Autostellplatz

05 horizontale Barrieren

06 Türen innen

07 Treppen

08 Rampen

09 Aufzüge und Plattformlifte

10 Toiletten

11 Bedienungselemente

 

Der Aufbau der Module ist bei allen gleich:

  1. zum Thema hinführender Text mit den anzustrebenden Schutzzielen
  2. Fotobeispiele von alltäglichen Situationen - können positiv, negativ oder auch beides sein
  3. Selbstkontrolle mit Antworten und entsprechenden Erläuterungen
  4. positive Beispiele runden die Module ab

 

 

Download

Die einzelnen Module werden im Format *.pps (Powerpoint-Bildschirmpräsentation) kostenlos zum Download angeboten. Editierbare Präsentationen sind auf Anfrage und unter Bekanntgabe der geplanten Nutzung im Zentral-Arbeitsinspektorat (VII2@sozialministerium.at) erhältlich (elektronische Übermittlung).

Sollten Sie die Foliensätze für eigene Veranstaltungen, für den Unterricht oder für e-learning-Anwendungen nutzen, ersuchen wir um Respektierung der Urheberschaft von easyentrance und dem Sozialministerium und zumindest um Nennung. Wir stellen die Präsentationen kostenlos zur Verfügung, um die Verbreitung von Wissen zum Thema Barrierefreiheit bestmöglich zu unterstützen, Rückmeldungen und inhaltliche Anfragen bitte an milbradt@easyentrance.at . Die Nutzung für kommerzielle Zwecke ist nicht erlaubt. (handeln Sie bitte auch so.)

Modul 01 Wege

Modul 02 kontrastreiche Gestaltung

Modul 03 Haupteingang und Rezeption

Modul 04 Autostellplatz

Modul 05 horizontale Barrieren

Modul 06 Türen innen

Modul 07 Treppen

Modul 08 Rampen

Modul 09 Aufzüge und Plattformlifte

Modul 10 Toiletten

Modul 11 Bedienungselemente

 

Letzte Änderung am: 02.08.2018