Schutzmaßnahmen auf Baustellen

Derzeit sind entsprechend dem Gesundheitsministerium folgende Schutzmaßnahmen zum Gesundheitsschutz gegen COVID-19 umzusetzen:

Baustellen in geschlossenen Räumen, bei denen die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen einen unmittelbaren Kundenkontakt haben dürfen nur betreten werden, wenn sie bei Kontakt mit Kundinnen und Kunden eine Maske tragen, sofern das Infektionsrisiko nicht durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen minimiert wird. Das verpflichtende Tragen der Maske ist nicht erforderlich, sofern die Betroffenen über einen Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr verfügen (3-G-Regel).

Als Maske gilt eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung.

Bei Arbeitsorten mit mehr als 51 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist darüber hinaus ein COVID-19 Beauftragter zu bestellen und ein COVID-19 Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen.

Die von den Sozialpartnern vereinbarte Handlungsanleitung (Bauarbeiten und COVID‐19  Maßnahmen zum Gesundheitsschutz auf  Baustellen aufgrund von COVID‐19Webseite der WKO und der Webseite der Gewerkschaft Bau-Holz ) wurde zuletzt mit 29. Jänner 2021 an die damals gültige 3. COVID-19-NotMV angepasst. Die aktuellen Maßnahmen des Gesundheitsministeriums sind weniger streng und haben Vorrang gegenüber den Bestimmungen der Handlungsanleitung. Die Handlungsanleitung kann aber auch weiter als Hilfestellung für die Erstellung eines COVID-19 Präventionskonzeptes, sowie für Arbeitsorte bis 51 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als Hilfestellung für die Umsetzung von COVID-19 Maßnahmen verwendet werden.

In den Begleittexten des Gesundheitsministeriums wird zu den aktuellen Lockerungsschritten auch von einer  verstärkten Eigenverantwortung gesprochen. Somit sind die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unabhängig von den Maßnahmen aus den Verordnungen des Gesundheitsministeriums, angehalten Vorkehrungen zur Eindämmung der COVID-19 Infektionen zu treffen. Aus epidemiologischer Sicht besteht daher die Empfehlung, grundlegende Maßnahmen aus der Handlungsanleitung der Sozialpartner, wie Hygiene, Desinfektion und die Entflechtung von Arbeitsbereichen, als Mindeststandard, weiter beizubehalten.

Schutz vor COVID-19 - Mindestausstattung von sanitären Einrichtungen auf Baustellen

Der häufigste Übertragungsweg für virale und bakterielle Erkrankungen ist die Schmierinfektion. Die Hygiene auf Baustellen und an Arbeitsplätzen muss daher entsprechend vorhanden sein, damit die Gefahr für die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verringert und eine Infektion verhindert wird.

Waschgelegenheiten auf Baustellen

Grundsätzlich ist folgende Ausstattung erforderlich:

  • Einwandfreies fließendes Waschwasser
    • Auf Grund des Coronavirus (COVID-19), der über den Tag betrachtet ein häufiges Händewaschen erfordert und nur durch gründlichere Reinigungsmaßnahmen abgewaschen werden kann, ist  jedenfalls fließendes Waschwasser erforderlich. Für das Wohl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer  ist warmes fließendes Waschwasser zu bevorzugen.
  • Geeignete Hautmittel
    • Hautschutzmittel
    • Hautreinigungsmittel aus Seifenspendern und
    • Hautpflegemittel
  • Einmalhandtücher

Waschgelegenheiten und kurzfristige Bauarbeiten

Sofern weniger als 5 Beschäftigte bis zu 5 Arbeitstage auf einer Baustelle arbeiten, und die oben genannten Einrichtungen auf der Baustelle nicht vorhanden sind, so ist primär zu prüfen, ob die Baustelle nicht zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden könnte. Sofern das nicht möglich ist, müssen zumindest

  • geeignete Handreinigungsmittel und
  • Handdesinfektionsmittel

den Beschäftigten zur Verfügung stehen.

Aborte auf Baustellen

Sanitären Anforderungen sind:

  • Abortanlagen mit Wasserspülung oder
  • den Wasserspülungsanlagen gleichwertige Anlagen sowie
  • ausreichend Toilettenpapier

Sofern auf Abortanlagen in der Nähe der Baustelle zurückgegriffen werden soll, so ist vorher zu prüfen, dass diese den hygienischen Anforderungen entsprechen sowie eine ausreichende Desinfektion durchgeführt wird.

 Aborte und kurzfristige Bauarbeiten

Vorausgesetzt es werden weniger als 5 Beschäftigte bis zu 5 Arbeitstage auf einer Baustelle tätig und es sind

  • keine Abortanlagen auf der Baustelle vorhanden und es
  • können auch keine Abortanlagen in der Nähe der Baustelle benutzt werden, da Gasthäuser und andere ähnliche Betriebe geschlossen haben,

ist zu prüfen, ob die Baustelle

  • nicht zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden kann bei dem die Einrichtungen vorhanden sind oder
  • der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin hat für alternative Möglichkeiten zu sorgen.

§§ 34, 35 BauV

Letzte Änderung am: 02.07.2021