Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Arbeitsstoffevaluierung

Die "Evaluierung" ist ein systematischer Prozess, den durchzuführen, das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz ArbeitgeberInnen verpflichtet. Im Hinblick auf die im Betrieb verwendeten Arbeitsstoffe ist Ziel der Arbeitsstoffevaluierung die stetige Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

ArbeitgeberInnen müssen sich hinsichtlich aller verwendeten Arbeitsstoffe vergewissern, ob es sich um gefährliche Arbeitsstoffe handelt. Weiters müssen sie die Eigenschaften ermitteln und gefährliche Arbeitsstoffe einstufen sowie die Gefahren beurteilen. Im Zweifel müssen Auskünfte von den LieferantInnen eingeholt werden. ArbeitgeberInnen können sich jedoch auf eine vorliegende Einstufung/Kennzeichnung nach dem Chemikaliengesetz 1996, dem Pflanzenschutzmittelgesetz, dem Abfallwirtschaftsgesetz oder dem Biozid-Produkte-Gesetz verlassen. Die Tatsache, dass ein Arbeitsstoff nicht gekennzeichnet ist, bedeutet aber nicht unbedingt, dass er nicht gefährlich ist! In regelmäßigen Zeitabständen sind Art, Ausmaß und Dauer der Einwirkung auf Beschäftigte bzw. auftretende Konzentrationen zu ermitteln. (§ 41 ASchG)

Eine Arbeitsstoffevaluierung beginnt mit dem Verzeichnis der gefährlichen Arbeitsstoffe. Ein besonders praktisches Muster dafür finden Sie in diesem Arbeitsstoffverzeichnis.

Weiters sind Information, Schulung und Unterweisung der Beschäftigten wesentlich für sicheres Arbeiten im Betrieb. Eine aussagekräftige Arbeitsstoffevaluierung unterstützt auch dabei.

Letzte Änderung am: 05.07.2016

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