Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Erste Hilfe

Es sind geeignete Vorkehrungen zu treffen, dass ArbeitnehmerInnen bei Verletzungen oder plötzlichen Erkrankungen Erste Hilfe geleistet werden kann. Zu diesen Maßnahmen zählen Erst-HelferInnen und Erste-Hilfe-Material.

Die Forderung nach geeigneten Maßnahmen für die Erste Hilfe gilt nicht nur in Arbeitsstätten und auf Baustellen, sondern auch für auswärtige Arbeitsstellen.

Erst-HelferInnen

 In Arbeitsstätten und auf Baustellen muss eine ausreichende Zahl an ausgebildeten Erst-HelferInnen zur Verfügung stehen.

Erste Hilfe Material

  • In ausreichender Zahl
  • in staubdichten Behältern
  • hygienisch einwandfrei
  • jederzeit gebrauchsfähig
  • leicht zugänglich und gekennzeichnet
  • Anleitung zur Ersten Hilfe Leistung
  • Namen der Erst-HelferInnen
  • Notrufnummer der Rettung, Angaben über Unfallmeldestelle, Krankentransport, Ärzte, Krankenhäuser u.ä.
  • Tragen zum Transport von Verletzten falls erforderlich
  • Notruftelefon in oder in der Nähe der Arbeitsstätte.

§ 26 ASchG
§ 39 AStV

Außerhalb des Standortes des Betriebes tätigen ArbeitnehmerInnen sind die notwendigen Mittel mitzugeben, sofern diese auf der auswärtigen Arbeitsstelle nicht unmittelbar zur Verfügung stehen.

§ 81 AAV

ÖNORM Z 1020 "Verbandkästen für Arbeitsstätten und Baustellen; Anforderungen, Inhalt Prüfung". Der Mindestinhalt von Verbandskästen ist in dieser Norm nach der Größe der Arbeitsstätte bzw. Baustelle angeführt (Typ 1 bis fünf ArbeitnehmerInnen, Typ 2 bis 20 ArbeitnehmerInnen). Erhältlich beim Österreichischen Normungsinstitut (Austrian Standards Institute, ASI)

Sanitätsräume

Erforderlich, wenn mehr als 250 ArbeitnehmerInnen regelmäßig in der Arbeitsstätte beschäftigt werden bzw. bei besonderen Gefahren ab 100 ArbeitnehmerInnen. Anforderungen:

  • nach Möglichkeit im Erdgeschoß
  • mit Tragen gut erreichbar und gekennzeichnet
  • lichte Raumhöhe mindestens 2,0 m
  • Raumtemperatur mindestens 21° C
  • Ausstattung:Mittel zur Ersten Hilfe Leistung oder Erstversorgung
  • Waschgelegenheit mit fließendem Kalt- und Warmwasser
  • Toilette in der Nähe
  • Liege und Telefon
  • falls erforderlich Zufahrtsmöglichkeit für die Rettung
  • der Beurteilungspegel darf 50 dB nicht überschreiten
  • die Störwirkung von Ganzkörper-Vibrationen ist so niedrig wie möglich zu halten und darf maximal den Auslösewert von 0,5 m/s² erreichen

§ 26 ASchG
§ 41 AStV

Letzte Änderung am: 04.07.2016

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