Sozialministerium - Arbeitsinspektion
Arbeitsinspektion

Arbeitsstätten - Arbeitsplätze

Arbeitsstätten

Das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) (BGBl. Nr. 450/1994) gibt klare Schutzziele für den Arbeitsschutz in einer Arbeitsstätte vor.


Der 2. Abschnitt des ASchG bildet den Rahmen der Bestimmungen, welche von der Arbeitsstättenverordnung konkretisiert werden.

Die Arbeitsstättenverordnung (AStV) (BGBl. II Nr. 368/1998) enthält alle wichtigen Regelungen für die räumliche Gestaltung von Arbeitsstätten und Arbeitsplätzen.

Die Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung - mit Ausnahme des 6. Abschnittes - gelten für Arbeitsstätten im Sinne des § 19 ASchG (Geltungsbereich ASchG), und zwar sowohl für Arbeitsstätten in Gebäuden als auch, soweit sich die einzelnen Bestimmungen nicht ausdrücklich auf Gebäude oder auf Räume beziehen, für Arbeitsstätten im Freien.

Für Dienststellen des Bundes (Bundes-Bedienstetenschutzgesetz - B-BSG, BGBl. I Nr. 70/1999) wurde die Bundes-Arbeitsstättenverordnung (B-AStV) erlassen, in der - bis auf wenige Abweichungen - die Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung für Bundesdienststellen übernommen wurden.

Detailfragen zur räumlichen Gestaltung können über veröffentlichte Erlässe, Normen, technische Richtlinien, Erkenntnisse, oder Anfragen an die Arbeitsinspektion geklärt werden.

Arbeitsplätze

Als Arbeitsplatz ist der räumliche Bereich zu betrachten, in dem sich Arbeitnehmer/innen bei der von ihnen auszuführenden Tätigkeit aufhalten.

Arbeitnehmer/innen können an Arbeitsplätzen verschiedenen physischen und psychischen Belastungen sowie Gefahren ausgesetzt sein. Z. B. Belastung des Stütz- und Bewegungsapparates, Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden oder biologischen Arbeitsstoffen, Gefahren durch brand- oder explosionsgefährliche Arbeitsstoffe, physikalische oder sonstige Einwirkungen, Stress oder Monotonie beim Arbeitsvorgang.

Durch entsprechende ergonomische Gestaltung sowie Gefahrenvermeidung sind diese Einflüsse im Zuge der Evaluierung (siehe "Arbeitsschutz - Evaluierung") zu vermeiden. Die Gestaltung dieser Arbeitsplätze muss arbeitsphysiologischen und –psychologischen Grundsätzen entsprechen.

Nähere Informationen siehe Bereich "Arbeitsplätze"

Auswärtige Arbeitsstellen - Anwendung der Bauarbeiterschutzverordnung

Einige Bestimmungen der BauV sind auch dann anzuwenden sind, wenn die betreffenden Arbeitsvorgänge nicht auf Baustellen, sondern auf auswärtigen Arbeitsstellen stattfinden. Im Folgenden Darstellung solcher Bestimmungen in Kurzform:

  1. Vorkehrungen gegen vereiste Flächen und gegen herabfallende Gegenstände (§ 6 Abs. 2 und 3)
  2. Verwendung geeigneter Einrichtungen zur Erreichung schwer zugänglicher Arbeitsplätze; Positionierungsverfahren unter Zuhilfenahme von Seilen (§ 6 Abs. 7 und 8)
  3. Arbeiten unter Absturzgefahr und auf Dächern (§§ 7 - 10, §§ 87 - 90 BauV)
  4. Erdarbeiten (§§ 48 - 54 und 157)
  5. Rauchfangkehrerarbeiten und Arbeiten an oder in Feuerungsanlagen (§§ 91 - 93 BauV)
  6. Arbeiten an/über/in Gewässern (§ 106 BauV)
  7. Erhaltungsarbeiten bei Eisenbahnanlagen und auf Straßen mit Fahrzeugverkehr (§§ 108, 109 BauV).

Weitere Informationen dazu enthält der Erlass Arbeitsvorgänge, die nicht im Zusammenhang mit Hoch- und Tiefbauarbeiten stattfinden .

Letzte Änderung am: 15.02.2017

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