Gesundheitsmanagement

Gesunde Mitarbeiter/innen in einer gesunden Organisation

Dieser Leitsatz des Europäischen Netzwerkes für betriebliche Gesundheitsförderung hebt die Bedeutung einer gesunden Arbeitsorganisation hervor.

Arbeitgeber/innen haben zum Schutz der Gesundheit und zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren unter anderem für eine geeignete Organisation zu sorgen.

§ 3 ASchG

Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter/innen muss als Führungsaufgabe wahrgenommen werden und bei den sich rasch verändernden Arbeitsbedingungen ist eine verstärkte Orientierung an den Mitarbeiter/innen unumgänglich.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

bedeutet die Verknüpfung von Sicherheit und Gesundheitsschutz, betrieblicher Gesundheitsförderung und strategischem Management.

Nach Badura (2003) sind die Merkmale einer gesunden Organisation

Der Österreichische Leitfaden für Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsysteme (Ö-SGMS)

Der Österreichische Leitfaden für Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagementsysteme zur Auswahl und zum Einsatz von Sicherheits- und Gesundheitsmanagementsystemen (SGMS) in Betrieben zeigt auf, wie Sicherheit und Gesundheitschutz und auch betriebliche Gesundheitsförderung in die

von Unternehmen integriert werden kann.

Der Leitfaden wurde vom Zentral-Arbeitsinspektorat, in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern, der AUVA und dem österreichischen Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung erarbeitet.

Weitergehende Informationen zum Thema
Broschüre Sicherheits- und Gesundheitsschutz-ManagementSysteme
Studie über Managementsysteme für Sicherheits- und Gesundheitsschutz in Kleinbetrieben

Das Sicherheits- und Gesundheitsmanagement der AUVA (AUVASGM)

Die Basis für das AUVA-SGM bildet der Österreichische Leitfaden für Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagementsysteme. Das AUVASGM wendet sich in erster Linie an Führungskräfte, Präventivfachkräfte, aber auch an alle, die Sicherheit und Gesundheit als eigenständiges Managementsystem aufbauen oder in ein bestehendes Managementsystem integrieren wollen. Das Sicherheits- und Gesundheitsmanagement-System der AUVA folgt dem prozessorientierten Managementsystemaufbau der ISO 9001:2000.

Weitergehende Informationen zum Regelwerk, zur Broschüre sowie eine Anleitung und Beispielsammlung zum AUVASGM.


Integriertes Management

Qualitätsmanagement, Umweltmanagement und Sicherheits- und Gesundheitsmanagement haben Vieles gemeinsam und Betriebe erkennen zunehmend wie sinnvoll die Integration dieser verschiedenen Bereiche ist.

Expert/innen der Arbeitsinspektion haben deshalb ein Kooperationsprojekt des WIFI Unternehmerservice der Wirtschaftskammer Österreich, der AUVA, des Lebensministeriums und des BMVIT und unter Einbindung weiterer Expert/innen (z.B. ppm Linz) fachlich unterstützt und bei der Entwicklung und Erprobung der Methodik Integriertes Management Kosten-Nutzencheck (Handbuch und EXCEL Sheets Integriertes Management Kosten-Nutzencheck) mitgearbeitet.

Bei dieser Methodik werden Betriebsabläufe und Arbeitsprozesse hinsichtlich Sicherheit/Gesundheit, Umwelt und Qualität unter verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, Schwachstellen erkannt, Kosten vollständig erfasst und Doppelarbeiten reduziert, sowie Synergien genutzt.

Erste positive Erfahrungen bei der Zusammenführung der Bereiche Sicherheit/Gesundheit, Umwelt und Qualität konnten bereits vorher im Jahr 2001 während des Projektes „Integriertes Management für KMUs" gewonnen werden. In dessen Pilotphase nahmen sieben Betriebe und deren Berater/innen teil und implementierten ein IM in ihren Betrieben.

Alle Informationen zur Iniative "Integriertes Management" der Arbeitsinspektion, des Lebensministeriums, der AUVA, des WIFI Unternehmerservice der WKÖ findes Sie auf der gemeinsamen Homepage.

Kontakt: VII4@bmask.gv.at
Letzte Änderung am: 20.3.2009