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Nanotechnologien gelten als Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und sind damit auch ein wichtiges Thema für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit. Derzeit stellen Nanotechnologien insbesondere aber der Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz auf Grund der noch bestehenden Wissenslücken eine große Herausforderung für Risikobewertung und Risikomanagement in der Arbeitswelt dar.
Einen Überblick über österreichische Nano-Akteure/innen, Nano-Aktivitäten und Perspektiven gibt der Österreichische Aktionsplan Nanotechnologie. Er wurde am 2.3.2010 von der Bundesregierung verabschiedet.
Im Nano-Aktionsplan wurden Chancen und Risiken der Nanotechnologien analysiert und Handlungsempfehlungen für spezifische österreichische Maßnahmen erarbeitet. Der Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz und insbesondere mögliche Risiken für Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten wurden darin gründlich erörtert. Spezifische Handlungsempfehlungen betreffen unter anderem die stetige Stärkung des Wissens bei zentralen Akteuren/innen im Arbeitnehmer/innenschutz oder Maßnahmen zur Verbesserungen der Datenlage, zum Beispiel im Hinblick auf Expositionen am Arbeitsplatz sowie insgesamt die Schaffung der Grundlagen für eine wirksame Risikokontrolle für Nanomaterialien am Arbeitsplatz. Die Umsetzung der Handlungsempfehlungen wird im Jahr 2012 überprüft werden.
Kürzlich wurde auch eine vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Zentral-Arbeitsinspektorat, in Auftrag gegebene Erhebung zum Thema Umgang mit Nano im Betrieb abgeschlossen. Die derzeit übliche Praxis bei Umgang und Risikomanagement von Nanomaterialien am Arbeitsplatz stand im Vordergrund. Perspektiven für weiterführende Aktivitäten der Arbeitsinspektion zu diesem Thema werden aufgezeigt.
Der Leitfaden der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und des Verbandes der chemischen industrie ("BAUA/VCI-Leitfaden") und der Leitfaden des Chemikalienherstellers BASF geben eine Orientierung über Schutzmaßnahmen bei der Herstellung und Verwendung von Nanomaterialien am Arbeitsplatz.
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin bietet ebenso wie das Institut für Arbeitsschutz der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung Informationen zum Thema Nanopartikel am Arbeitsplatz. Es geht dabei um Allgemeines, den derzeitigen Stand der Diskussion, Messungen und um Schutzmaßnahmen und deren Beurteilung.
Ein Bericht des Landes Baden Württemberg gibt einen aktuellen Überblick zu Nanomaterialien und Arbeitsschutzaspekten, einschließlich konkreter Empfehlungen zum Schutz von Beschäftigten.
Informationen der Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) zum Thema Nanomaterialien am Arbeitsplatz.
Umfassende Informationen bietet die Informationsplattform Nanosicherheit.de. Sie will den sicheren Einsatz von Nanomaterialien erleichtern und Unternehmen, Wissenschaftler/innen sowie Verwender/innen und Interessierten helfen, einen schnellen und guten Überblick über die aktuellen Forschungsaktivitäten und die Diskussion um potenzielle Risiken der Nanotechnologie zu gewinnen.
Kontakt:
VII4@bmask.gv.at
Letzte Änderung am: 22.3.2010