Sie befinden sich hier: Arbeitsstoffe > Grenzwerte > Gesundheitsuntersuchungen nach Exposition - Nachsorgeuntersuchungen
Erkrankungen nach Einwirkung von Asbeststaub (Asbestose, bösartige Neubildungen des Kehlkopfes, der Lunge, des Rippenfelles und des Bauchfelles) können auch noch nach einer jahrzehntelangen Latenzzeit (Zeit zwischen tatsächlichem Ende der Exposition und dem Auftreten der Erkrankung) auftreten. Deshalb sind sog. Nachuntersuchungen, auch wenn die Einwirkung schon Jahre zurückliegt, wichtig und sinnvoll.
Das BBRZ (Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum) führt im Auftrag der AUVA seit 2003 ein österreichweites Projekt zur medizinischen Nachsorge für ehemals asbestexponierte Arbeitnehmer/innen durch.
Im Rahmen des Projektes können sich betroffene ehemalige Asbestexponierte aus dem Bereich der asbestverarbeitenden Industrie (z.B. Herstellung von Asbestzement) und der Asbestanwender (z.B. Isolierer, Dachdecker, Installateure, Elektriker) auf freiwilliger Basis regelmäßig medizinischen Untersuchungen unterziehen lassen.
Neben dem medizinischen Angebot erhalten die Betroffenen auch Beratung und Hilfestellung, z.B. im Hinblick auf Rauchentwöhnung sowie psychologische Unterstützung und administrative Hilfe besonders dann, wenn ein Verdacht auf oder definitiv eine Berufskrankheit festgestellt wird.
Beratungszentren gibt es mittlerweile in mehreren Bundesländern, z.B. in Linz, Vöcklabruck, Klagenfurt, Graz, Kapfenberg, Wien, Innsbruck.
Die Projektziele sind Früherkennung von asbestinduziertem Lungenkrebs und damit eine Verbesserung der Prognose, bestmögliche Unterstützung der Betroffenen im Fall einer Erkrankung und Erstellung eines österreichischen Registers von asbestexponierten Menschen.
Kontakt:
VII4@bmask.gv.at
Letzte Änderung am: 23.9.2011