Gender in Projekten, Good-Practices und Best-Practices

Genderfragen sollen in Projekten der österreichischen Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 berücksichtigt werden, um den Sicherheits- und Gesundheitsschutz für alle Beschäftigten unabhängig von Geschlecht und Rollenzuschreibungen am Arbeitsplatz zu verbessern. Das gilt ganz allgemein, besonders aber auch für Projekte, Good-Practices und Best-Practices.

Projekte, Good-Practices und Best-Practices, die sichere und gesunde Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten anstreben, nutzen die Strategie des Gender Mainstreaming (GM) um im Projekt- oder Practice-Bereich

Nach den GM-Grundsätzen berücksichtigen alle Beteiligten die Genderperspektive in ihrem jeweiligen Aufgabenbereich in allen Projekt- bzw. Practice-Phasen.

Wie funktioniert Gender Mainstreaming in Projekten, Good- und Best-Practices?

Die Genderperspektive wird in Konzeption, Durchführung, Ergebnissen, Empfehlungen Logo Gender Mainstreaming Österreichund bei der Evaluierung und Weiterentwicklung von Projekten und Practices eingenommen:

Mögliche Auswirkungen geplanter Vorhaben auf Frauen und Männer beim Sicherheits- und Gesundheitsschutz werden vorweg geprüft, der Ist-Zustand des betrieblichen Arbeitsschutzes aus Gendersicht analysiert, mögliche Rollenstereotypen am Arbeitsplatz hinterfragt, arbeitsschutzrelevante Genderziele im Projekt- oder Practice-Bereich festgelegt und dabei Genderaspekte in allen Maßnahmen, bei Planung, Umsetzung und Analyse und bei der Weiterentwicklung der Projektergebnisse und Practices mit einbezogen.

Mehr zu Methoden, Instrumenten und Tools des Gender Mainstreaming, die für Projekte und Good- und Best-Practices genutzt und adaptiert werden können.

Was ist wichtig für erfolgreiches Gender Mainstreaming in Projekten und Good- und Best-Practices?

Welchen Nutzen haben gendergerechte Projekte und Good-, Best-Practices im Arbeitsschutz?

Projekte und Good-, Best-Practices, die unter Anwendung der Gender Mainstreaming-Strategie entwickelt und mit Genderzielen umgesetzt werden, können den Sicherheits- und Gesundheitsschutz der eigenen Organisation und mit Vorbildwirkung für andere kontinuierlich und wirksam für alle Arbeitnehmer/innen - unabhängig von Geschlecht und Rollenklischees - verbessern und chancengleich weiterentwickeln.

Ein in der Praxis oft festgestellter Nebeneffekt erfolgreichen Gender Mainstreamings ist eine generelle Verbesserung der Prozesse und Qualitätsstandards im Unternehmen. Eine geschlechtssensible Perspektive fließt durch Gender Mainstreaming oft auch in andere betriebliche Aktivitäten ein und führt durch erweiterte Blickwinkel und neue Herangehensweisen zu Weiterentwicklungen auch außerhalb des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes bei der Arbeit.

Gender Mainstreaming erfordert fallweise eine zunächst aufwändigere Arbeitsweise, die längerfristigen Ergebnisse wirken bei systematischer und kontinuierlicher Berücksichtigung der Genderperspektive jedoch zugunsten der Verbesserung der Arbeitsbedingungen aller Arbeitnehmer/innen wie auch zum Nutzen des Unternehmens und innerhalb der Belegschaft als vielfache "win-win"-Situation.

Die GM-Strategie kann auch zur Gleichstellung in anderen Bereichen unter der Genderperspektive genutzt werden, z.B. Genderaspekte beim Arbeitsschutz für ältere Arbeitnehmer/innen, bei unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit, Sprache oder Religion, bei Arbeitnehmer/innen mit Behinderungen und besonderen Bedürfnissen - Antidiskriminierung, Gender und Diversity, CSR (soziale Veranwortung von Unternehmen).

Mehr Informationen zu Gender Mainstreaming-Projekten und Praxisbeispielen

Kontakt: VII3@bmask.gv.at


Letzte Änderung am: 3.2.2012