OSHA - Webportal Gender (Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz)

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (OSHA) hat ein Webportal zu geschlechtsspezifischen Fragen und Gender in der Arbeitswelt eingerichtet und stellt auf ihrer Website Informationsunterlagen zur Unterstützung der Umsetzung von Gender Mainstreaming im Arbeitsschutz zur Verfügung:

Logo der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (OSHA)Die Fact-Sheets (FACTS) der OSHA und der Erfahrungsaustausch zu Gender Mainstreaming im Arbeitsschutz sind wichtige Grundlagen für die nationale Umsetzung der EU-Gemeinschaftsstrategie: Genderaspekte sollen auch in den Projekten der österreichischen Arbeitsschutzstrategie 2007-2012 berücksichtigt werden, z.B. bei der Gefährdungsbeurteilung und der Verhütung von Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Erkrankungen.

Europäische Wochen zu Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz - Gender

Die Informationskampagnen der Europäischen Wochen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz stellen aktuelle Schwerpunktthemen des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes in den Mittelpunkt, z.B. 2007 Muskel-Skelett-Erkrankungen - "Pack's Logo der Europäischen Woche 2007leichter an".

Im österreichischen Webfeature zur Informationskampagne beschäftigt sich u.a. der Beitrag Gender Mainstreaming und MSD mit genderrelevanten Fragen bei Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Der Genderbeitrag der Arbeitsinspektion zur Europäischen Woche 2005 "Schluss mit Lärm - Reduzierung lärmbedingter Risiken am Arbeitsplatz" untersuchte Genderaspekte in der Orchestermusik.

Die Europäische Kampagne zur Gefährdungsbeurteilung 2008-2009 "Gesunde Arbeitsplätze - ein Gewinn für alle" befasst sich mit der Gefährdungsbeurteilung vor allem in Hochrisikobranchen und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

EU-Gemeinschaftsstrategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Nach den EU-Gemeinschaftsstrategien für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2002-2006 und 2007-2012 muss der gestiegene Anteil von Frauen am Arbeitsmarkt auch im Arbeitsschutz berücksichtigt werden - entsprechend dem Wandel von Arbeitswelt und Gesellschaft:

... "Will man die Beschäftigungsfähigkeit von Frauen und Männern und die Qualität des Berufslebens verbessern, so sind auch Fortschritte bei Gleichstellung der Geschlechter erforderlich. Die Ungleichheiten, die sowohl innerhalb als auch außerhalb der Arbeitswelt gegeben sind, können Sicherheit und Gesundheit der Frauen am Arbeitsplatz beeinträchtigen und somit deren Produktivität beeinflussen. Auch die spezifischen Fragen im Zusammenhang mit der Sicherheit und Gesundheit von Männern am Arbeitsplatz müssen mit aller gebotenen Aufmerksamkeit behandelt werden." ...

Nach der Entschließung des Rates zu einer neuen Gemeinschaftsstrategie 2007-2012 müssen bestehende und neue Risken gründlicher erforscht werden. Geschlechterspezifischen Aspekten ist in diesem Zusammenhang angemessen Rechnung zu tragen, vor allem bei:Logo EU

Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern in der Europäischen Union

Die Erhebungen der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen werden alle 5 Jahre durchgeführt.

Die Ergebnisse des letzten Berichts 2005 sind im "survey mapping tool" länderspezifisch und neben anderen Kriterien auch nach genderspezifischen Ergebnissen bei den Arbeitsbedingungen von Frauen und Männern abrufbar.

Gleichstellungsberichte der Europäischen Kommission

Aktuelle Informationen über geschlechtsspezifische Unterschiede in allen EU-Mitgliedsstaaten mit Schwerpunkt Arbeitswelt bietet auch der letzte Bericht über die Gleichstellung von Frauen und Männern der Europäischen Kommission zur Gleichstellung von Frauen und Männern – 2008.

Die Kommission empfiehlt auf Grund der Ergebnisse als Gleichstellungsmaßnahmen u.a. die verstärkte Einbeziehung des Geschlechteraspekts in alle Dimensionen der Arbeitsplatzqualität, die Bekämpfung von Stereotypen in Bildung, Beschäftigung und Medien sowie die Hervorhebung der Rolle der Männer bei der Förderung der Gleichstellung.

Mehr zur sozialen Dimension der Europäischen Union auf der Website des BMASK.

Kontakt: VII3@bmask.gv.at
Letzte Änderung am: 7.5.2012