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Die zweite Sitzung
Zu Beginn der zweiten Sitzung wird jedem Kursteilnehmer ein kleines Handnotizbuch übergeben, in welches im Verlauf einer Wiederholung die wichtigsten Erkenntnisse der ersten Stunde eingetragen werden. Im weiteren Verlauf dieser Stunde werden durch praktische Besprechung von Unfällen seitens der Teilnehmer alle nur möglichen Unfallsursachen in die von Mr. Lateiner vorgeschlagenen 17 Unfallsfamilien eingereiht. Neun Unfallsfamilien beziehen sich auf sicherheitswidrige Handlungen und acht auf sicherheitswidrige Zustände.
Zu den sicherheitswidrigen Handlungen zählen:
Als sicherheitswidrige Zustände gelten:
Eine kurze Rekapitulation und die Aufgabe, bis zur nächsten Sitzung einen bestimmten Unfall in eine der vorangeführten Gefahrenfamilien einzustufen, beenden die zweite Sitzung.
Die dritte Sitzung
In der dritten Sitzung werden die Maßnahmen besprochen, welche getroffen werden müssen, wenn Dienstnehmer bei sicherheitswidrigen Arbeiten angetroffen werden. Hiebei ist zu unterscheiden, ob es sich um sicherheitswidrige Handlungen oder sicherheitswidrige Zustände handelt. Wenn es sich darum handelt, daß sicherheitswidrige Handlungen abgeschafft werden sollen, dann ist besonderer Wert auf:
Bei sicherheitswidrigen Zuständen ist zu unterscheiden, ob es sich um Zustände handelt,
A. die der Meister selbst beseitigen kann oder
B. die er nicht selbst beseitigen kann,
ad A. In diesem Falle hat er
ad B. In diesem Falle muß er
Im Sinne der Methode Lateiner werden alle diese Überlegungen und Schlüsse auf Grund praktischer Beispiele, die die Kursteilnehmer aus ihren Erfahrungen bringen, angestellt bzw. gezogen. Da die Betrachtungen mit der Praxis eng verbunden sind, ist ein lebhafter Verlauf gerade in dieser Stunde zu erwarten.
Die vierte Sitzung
Zu Beginn der vierten Sitzung wurden die in der vorhergehenden Sitzung festgelegten Verhütungsmaßnahmen ausgewertet. Dies geschieht dadurch, daß der Kursleiter von den Teilnehmern jeweils einen Unfall beschreiben läßt, wobei besonders ausgeführt werden muß, welche Maßnahmen gegen die Wiederholung des Unfalles ergriffen wurden. Die Diskussion wird zu dem Schluß gelenkt, daß man stets Vorkehrungen gegen eine Wiederholung des Unfalles treffen kann, daß die Gefahren beseitigt werden können und, daß es dem Meister möglich ist, nützlich einzugreifen. Im folgenden werden dann die persönlichen oder individuellen Schutzmittel besprochen. Dies wird unter Zuhilfenahme des anfangs der zweiten Stunde verteilten Merkheftchens durchgeführt, in welchem fünf Spalten auszufüllen sind. In der ersten Spalte sind die zu verwendenden Schutzmittel, wie z. B. Handschuhe, Gasmasken, Sicherheitsschuhe u. dgl., einzutragen. In der zweiten Spalte wird festgehalten, wo diese Schutzmittel erhältlich sind. In der dritten, wann man sie benützen muß, in der vierten, wie sie instand zu halten sind und in der fünften, welche Erfahrungen bei ihrer Anwendung gemacht wurden.
Kontakt: uwe.stecher@arbeitsinspektion.gv.at
Letzte Änderung am: 27.4.2007