Neue Herausforderungen - Fortsetzung 2

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Logo BäckerprojektIm Herbst 2000 wurde die Kampagne „Sicherheit und Gesundheitsschutz in Bäckereien" mit den Zielsetzungen
- einheitliche Basisanforderungen,
- Durchführung einer Statusanalyse,
- kompetente Beratung der Betriebe und in weiterer Folge
- Reduktion der Mehlstaubbelastung
österreichweit gestartet und im November 2005 abgeschlossen.

(Broschüre Basisanforderungen für Bäckereien).

Das Arbeitnehmerschutz-Reformgesetz, das mit Jänner 2002 in Kraft trat, novellierte das Arbeitsinspektionsgesetz, das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz und das Bauarbeitenkoordinationsgesetz. Absicht war, alle Regelungen zu ändern, die eine – verglichen mit dem konkreten Nutzen für die Arbeitnehmer/innen – unverhältnismäßig große Belastung für die Betriebe darstellen, ohne jedoch dabei den traditionell hohen österreichischen Schutzstandard zu beeinträchtigen. So wurde beispielsweise im Arbeitsinspektionsgesetz der Ermessenspielraum der Arbeitsinspektor/innen hinsichtlich der Anmeldung von Kontrollen ausgeweitet und es entfiel die Verpflichtung im Wiederholungsfall auch bei geringfügigen Übertretungen auf jeden Fall Strafanzeige zu erstatten. Im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz wurden die Bestimmungen über die Präventivbetreuung flexibilisiert und im Bauarbeitenkoordinationsgesetz gesetzliche Klarstellungen durchgeführt.
Seit Juli 2002 wird die Kontrolle der illegalen Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte nicht mehr von der Arbeitsinspektion, sondern durch die zivile Zollverwaltung durchgeführt.

Staatspreis 2003 Bild 2Zur Förderung besonderer Leistungen im Bereich der Arbeitssicherheit und des innerbetrieblichen Gesundheitsschutzes wurde von Herrn Bundesminister Dr. Martin Bartenstein im Jahr 2002 erstmals der Staatspreis Arbeitssicherheit verliehen.

Bereits 1999 wurde mit der Entwicklung und der Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagementssystems in drei Arbeitsinspektoraten begonnen. Als Ziele wurden eine verstärkte Kundenorientierung, effiziente Arbeitsgestaltung, wirkungsorientierte Steuerung und Qualifizierung der Mitarbeiter definiert. Das Modell der European Foundation for Quality Management (EFQM) für die öffentliche Verwaltung wurde als Ansatz herangezogen. Aufgrund der positiven Erfahrungen führte man das System auch in anderen Ämtern ein. Im Jahr 2002 wurden alle übrigen Arbeitsinspektorate und auch das Zentral-Arbeitsinspektorat in das Qualitätsprojekt einbezogen.

So soll eine weitere Serviceorientierung und eine optimale Gestaltung interner Arbeitsabläufe erreicht werden. Kernpunkt ist die Gestaltung der drei Schlüsselprozesse Kontrolle, Parteistellung in Verfahren und natürlich die Beratung. Als bereits erreichte Früchte dieser Bemühungen sind beispielsweise zu nennen: Wissensmanagement mittels Intranet (Erlässe, Normen, Datenbanken), Erhebung der Zielgruppenzufriedenheit (Arbeitgeber/innen, Arbeitnehmer/innen, Präventivfachkräfte, Betriebsräte, andere Behörden, ...), bundesweit einheitliche Vorgangsweise durch ein Management von Auslegungsfragen, Werkzeuge zur Optimierung des Außendienstes u.v.m. Dieses arbeitsinspektionsinterne TQM-Projekt wurde vom Bundeskanzleramt als österreichisches Beispiel für die "4th Quality Conference for Public Administrations in the EU" im September 2006 im finnländischen Tampere ausgewählt.

Logo Gender Mainstreaming ÖsterreichWeiters wurde erstmals 2002 im Rahmen des Qualitätsmanagements die Gleichstellung der Geschlechter mit Hilfe des Gender Mainstreaming (GeM) ausgehend von Ministerratsbeschlüssen und einer EU-Gemeinschaftsstrategie systematisch thematisiert (nähere Informationen zum Thema GeM).




Websitelogo der ArbeitsinspektionSeit Jänner 2005 ist die Arbeitsinspektion mit einer eigenen Website im Internet vertreten.
Damit steht nun ein leicht zugängliches Serviceinstrument mit aktuellen Informationen zu allen Themen des Arbeitnehmerschutzes per Mausklick zur Verfügung.

Protective MeasuresEin gemeinsamer europäischer Grundsatz fordert die Mitgliedstaaten auf, jährliche Schwerpunkte für die Arbeitsaufsichtsbehörden festzulegen. Für das Jahr 2006 wurden daher erstmals neben der laufenden Tätigkeit in einem Jahresarbeitsplan Themenschwerpunkte wie Unfälle, Explosionsschutz, Jugendliche sowie Alten- und Pflegeheime gesetzt und ausgewertet. Einen weiteren Schwerpunkt stellt ein österreichweites Schulprojekt dar mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen bereits vor dem Eintritt in das Berufsleben Arbeitsschutz nahe zu bringen (Projekte und Aktivitäten).

Für den Tätigkeitsbericht 2006 wurden erstmals die Beiträge über Schwerpunktaktionen oder einzelner Arbeitsinspektorate, über bemerkenswerte Arbeitsunfälle, über besondere Erfahrungen und aus der Sicht der Arbeitsinspektor/innen aktuell unter Berichte der Arbeitsinspektion publiziert, um eine raschere Vorlage des gedruckten Tätigkeitsberichts im zuständigen Nationalratsausschuss zu erreichen.

Im Rahmen des Wettbewerbes "Amtsmanager", der seit 1997 stattfindet, erhielt die Arbeitsinspektion für die beiden Projekte Website und Qualitätsmanagementsystem den ersten Preis in der Kategorie "e-government".





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Kontakt: uwe.stecher@arbeitsinspektion.gv.at
Letzte Änderung am: 17.6.2009